Formtest für Steinhammer und Schweizer Top-Läuferinnen

Christian Steinhammer beim Frankfurt Marathon 2017. © SIP / Johannes Langer

Vier Wochen vor dem ersten großen Marathon-Wochenende im April, an dem neben dem Österreichischen Lauf-Highlight Vienna City Marathon etwa auch der Rotterdam Marathon über die Bühne geht, ist der optimale Zeitpunkt für eine Formüberprüfung bei einem Halbmarathon-Wettkampf. Diese Chance nützen am Sonntag in Den Haag Österreichs Team-EM-Bronzemedaillengewinner Christian Steinhammer (ULC Riverside Mödling) genauso wie die Schweizer Top-Läuferinnen Fabienne Schlumpf und Maja Neuenschwander.
 

Christian Steinhammer beim Frankfurt Marathon 2017. © SIP / Johannes Langer
Attacke auf die Bestleistung

Bei der Vermittlung des Startplatzes in einem international stark besetzten Feld unterstützte ÖLV-Sportkoordinator Hannes Gruber den Niederösterreicher. Christian Steinhammer steckt in der finalen Phase seiner Marathon-Vorbereitung für den Vienna City Marathon, möchte in Den Haag allerdings dennoch seine persönliche Bestleistung von 1:05:09 Stunden in den Fokus nehmen. „Ich denke, dass ich dort schnell laufen kann, wenn ich mit frischen Beinen in den Wettkampf hineingehe. Ich möchte im Bereich der Bestleistung laufen, im Optimalfall knapp unter 65 Minuten“, sagte der Niederösterreicher vor rund zwei Wochen im RunAustria-Interview (siehe Rot-weiß-rote Marathon-Hoffnung: Christian Steinhammer). Gelingt ihm das, wäre es nicht nur ein gelungener Formtest vor dem Marathon, sondern ein wichtiger Erfolg für das Selbstvertrauen des 29-Jährigen. Zuletzt konnte er mit einem Ausstieg beim Barcelona Halbmarathon und Rang drei bei „Laufen hilft“ nicht überzeugen.
 

Schweizer Top-Duo

Titelverteidigerin in Den Haag ist Maja Neuenschwander, die wie Steinhammer am 7. April beim Vienna City Marathon am Start sein wird. Dieser Sieg in einer Zeit von 1:10:46 Stunden war ihr mit Abstand stärkster Wettkampf in den letzten Jahren, nach einer von Verletzungsproblemen durchzogenen, weiteren Saison feiert die 39-Jährige in Den Haag ihr sportliches Comeback auf der Wettkampfbühne. Sie wird direkt aus dem Trainingslager im kenianischen Iten nach Holland reisen. Gewinnt Neuenschwander, die auch 2015 als Erste ins Ziel kam, wäre sie die erst dritte Dreifach-Siegerin beim seit 1980 (Frauen, Männer seit 1976) ausgetragenen Event.
Favoritin ist allerdings Fabienne Schlumpf, die den Den Haag Halbmarathon 2017 gewann – womit dieses Rennen in den letzten vier Jahren dreimal in Schweizer Hand war. Die 28-Jährige, 16. bei den Halbmarathon-Weltmeisterschaften 2018, befindet sich in der Vorbereitung ihres mit Spannung erwarteten Marathon-Debüts in Rotterdam, einen kräftigen Steinwurf südlich von Den Haag. Nach einem starken Auftritt über zehn Kilometer am vergangenen Wochenende in Payerne reist Schlumpf mit großen Zielen nach Den Haag. Sie möchte sich den Schweizer Rekord von Martina Strähl zurückholen. Dieser liegt bei einer Zeit von 1:09:29 Stunden, Schlumpf erzielte ihre Bestleistung vor zwei Jahren in Den Haag in einer Zeit von 1:10:17 Stunden.
 

Lokalmatadorin fordert Schlumpf

Schlumpfs größte Konkurrentinnen im Kampf um den Sieg sind neben ihrer Landsfrau vor allem die Lokalmatadorin Susan Krumins, die 2017 in Venlo einen flinken Halbmarathon in 1:10:52 Stunden gelaufen ist und im Vorjahr den Elitelauf beim Österreichischen Frauenlauf gewann, sowie die Äthiopierin Ayele Zewdnesh. Bei den Männern sind vier Läufer gemeldet, die mit einer Bestleistung unter einer Stunde nach Den Haag reisen: Kenneth Kipkemoi, Felix Kibitok, Vincento Rono und Dominic Kiptarus, allesamt aus Kenia. Holländischer Top-Läufer ist Khalid Choukoud.
Rund 40.000 Läuferinnen und Läufer werden am kommenden Wochenende in Den Haag auf den diversen Strecken an die Startlinie treten.
 
 
Den Haag Halbmarathon