Maja Neuenschwander kehrt zum VCM zurück

© VCM / Victah Sailer

Die 36. Auflage des Vienna City Marathon begrüßt zwei ehemalige Siegerinnen im diesjährigen Teilnehmerfeld der Frauen am 7. April. Neben der kenianischen Titelverteidigerin Nancy Kiprop, die als erste Läuferin überhaupt den Vienna City Marathon dreimal in Folge gewinnen könnte, ist Maja Neuenschwander vier Jahre nach ihrem Triumph in der Bundeshauptstadt erneut dabei. Damit stehen die beiden erfolgreichsten Marathonläufer der letzten Jahre aus dem westlichen Nachbarland am Start von Österreichs größter Lauf-Veranstaltung. Denn das Starterfeld der Männer wird angeführt vom Schweizer Vize-Europameister und Halbmarathon-Europameister Tadesse Abraham (siehe RunAustria-Bericht).
 

© VCM / Victah Sailer
Letzte Zielankunft unter Olympischen Ringen

Die Marathon-Karriere der 39-jährigen Schweizerin ist in den letzten Jahre etwas ins Stocken geraten. 2017 konnte sie weder den London Marathon noch den Berlin Marathon beenden, im letzten Jahr verpasste sie aus Verletzungsgründen den geplanten Saison-Höhepunkt: die EM in Berlin. Daher ist der Vienna City Marathon für die Schweizer Rekordhalterin ein Comeback nach einer Phase mit vielen Wehwehchen und gesundheitlichen Problemen. „Ich sehe den VCM als Meilenstein für mich. Ich will mit einem guten Gefühl ins Ziel kommen und erstmals seit den Olympischen Spielen von Rio einen Marathon finishen“, sagt Maja Neuenschwander. Die großartigen Erinnerungen an den Vienna City Marathon („Ich werde mir die Videos vom Rennen hervorholen und anschauen. Das sind einfach großartige Eindrücke für mich.“) sollen ihr bei einem erfolgreichen Marathon-Comeback helfen. Nach einem dreiwöchigen Trainingslager im kenianischen Iten testet die Eidgenössin ihre Form kommendes Wochenende beim Den Haag Halbmarathon.
 

Auf dem Weg zum Rekordsieg

Gewinnt Nancy Kiprop den Vienna City Marathon zum dritten Mal, wäre sie alleinige Rekordhalterin des Rennens. „Ich komme sehr gern nach Wien zurück. Das Rennen ist gut organisiert, die Menschen heißen mich willkommen und ich fühle mich anerkannt und geschätzt. Diese Erfahrungen machen mich wirklich demütig“, lobt die 39-Jährige. Ihre Liebe zum Wien Marathon ist auch in der Tatsache begründet, dass sie hier zwei ihrer schnellsten Marathons gelaufen ist und zweimal das oberste Treppchen des Stockerls erklimmen durfte. Das Preisgeld floss direkt in ihre sozialen Projekte in der Heimat und stellte einen wesentlichen Beitrag zur Fertigstellung eines Schulgebäudes dar, welches seit Jänner 2018 in Betrieb ist. Fünf Lehrer unterrichten mittlerweile 122 Kinder. „Unser Plan ist es, weiter zu wachsen und jedes Jahr eine neue Klasse zu eröffnen. Wir wollen weiter in die Ausbildung der nächsten Generation investieren“, so Nancy Kiprop, die für ihre Ziele auch Unterstützung von ihren Sponsoren erhält. Dass die Kenianerin trotz ihrer 39 Jahre sportlich noch einiges drauf hat, demonstriert ihre Bestleistung von 2:22:46 Stunden beim Frankfurt Marathon 2018.
 

© VCM / Herbert Neubauer
 

Dreifache Rom-Marathon-Siegerin als größte Herausforderin

Im Kampf um den Sieg ist die Äthiopierin Rahma Tusa die wohl größte Herausforderin der Titelverteidigerin. Die dreifache Siegerin des Rom Marathon ist 14 Jahre jünger als Neuenschwander und Kiprop und hält bei einer persönlichen Bestleistung von 2:23:46 Stunden, welche sie 2018 auf dem schwierigen Kurs in der italienischen Hauptstadt lief. Im November erzielte sie einen starken fünften Platz beim New York City Marathon, beim Dubai Marathon Ende Jänner 2019 gelang der erhoffte Durchbruch in die Region von Weltklassezeiten mit einem sechsten Platz nicht.
 
 
Vienna City Marathon