Brimin Kipruto gibt in Linz Marathon-Debüt

© Victah Sailer

Dem Oberbank Linz Donau Marathon ist mit der Verpflichtung von Brimin Kipruto ein Coup gelungen. Der ehemalige kenianische Hindernisläufer wird am 14. April bei Österreichs zweitgrößter Marathon-Veranstaltung sein Debüt über die Traditionsdistanz geben. Der 33-Jährige schlägt damit ein neues Kapitel in seiner erfolgreichen Karriere auf. Als Hindernisläufer ist es ihm im Schatten des großen Stars Ezekiel Kemboi gelungen, die wichtigsten Titel zu gewinnen. 2008 bei den Olympischen Spielen lief Brimin Kipruto zum Olympiasieg, ein Jahr zuvor wurde er in Osaka Weltmeister. 2011 verpasste er beim Meeting in Monte Carlo den immer noch gültigen Weltrekord im 3.000m-Hindernislauf von Saif Saaeed Shaheen um die Winzigkeit von 0,01 Sekunden.
 

Brimin Kipruto mit der Olympischen Goldmedaille um den Hals. © Linz Marathon / Victah Sailer
 

Halbmarathon-Premiere 2018

Seine Karriere im 3.000m-Hindernislauf beendete Kipruto nach einem enttäuschenden Auftritt bei den Weltmeisterschaften in London und bereitete den Umstieg auf den Straßenlauf vor. Erfahrungswerte im Wettkampf gibt es kaum. Im November 2018 lief der 33-Jährige in Frankreich einen Halbmarathon, den er in einer Zeit von 1:02:25 Stunden auf Platz fünf beendet hat. Gute Tipps kann sich Kipruto von Weltrekordhalter und Trainingskollege Eliud Kipchoge holen, mit dem er gemeinsam unter Patrick Sang trainiert.
 

Vertraute Pacemaker

Kipruto und sein 22-jähriger Trainingskollege Nicholas Rotich, der im Vorjahr Vierter beim Vienna City Marathon war, bringen eine eigene Gruppe von Pacemakern mit zum Linz Marathon. Das Elitefeld ergänzen weitere Athleten aus Kenia und anderen ostafrikanischen Ländern. Österreichischer Top-Läufer ist in diesem Jahr keiner am Start, obwohl der Linz Donau Marathon die diesjährigen ÖLV Staatsmeisterschaften im Marathonlauf austrägt.
 

Österreichische Siegkandidatinnen

Spannender ist die Entscheidung um den Staatsmeistertitel bei den Frauen. Die fünffache Marathon-Staatsmeisterin Karin Freitag (LG Decker Itter) wird die Salzburgerin Cornelia Moser (SC Leogang) herausfordern, die im vergangenen Jahr in Rotterdam erstmals unter 2:40 Stunden gelaufen ist und ihre Bestleistung von 2:39:15 Stunden attackieren will. Ein starker Auftritt beim Barcelona Halbmarathon zeigt, dass die finale Vorbereitung auf den Linz Marathon auf hohem Niveau startet. Auch Karin Freitags Vorbereitung läuft dank einer Halbmarathon-Bestleistung im Rahmen der VCM-Winterlaufserie gut. „Die Staatsmeisterschaften sind mein großes Highlight“, sagt sie. Internationale Konkurrenz für das Duo im Kampf um einen möglichen Sieg bringt die Kroatin Nikolina Stepan, die 2017 in Linz gewann.