Kiplimo besiegt Cheptegei in Sevilla

© Asociacion ANOC

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Jacob Kiplimo hat auch im Duell mit seinem Landsmann Joshua Cheptegei seine Erfolgsserie bei spanischen Crossläufen in dieser Saison fortgesetzt. Nach den Erfolgen in Atapuerca, Soria und Alcobendas war der amtierende Junioren-Weltmeister auch beim Cross Internacional de Italica in den römischen Ruinen von Santiponce vor den Toren der andalusischen Stadt Sevilla nicht zu schlagen. Bei frühlingshaften Temperaturen lieferten sich die beiden besten Läufer Ugandas der Jetzt-Zeit ein spannendes Duell. Der 18-jährige Youngster hielt das Tempo zu Rennmitte des 9,9 Kilometer langen Rennens so hoch, dass kein anderer der Konkurrenten außer Cheptegei mithalten konnte.
 

Klare Entscheidung für Kiplimo

Damit entwickelte sich auch das Duell des Nationalhelden und des tragischen Helden der Crosslauf-WM 2017 in der ugandischen Hauptstadt Kampala. Während Kiplimo damals im Junioren-Rennen unter dem tosenden Jubel der zig-Tausenden Zuschauer Gold gewann, führte Joshua Cheptegei lange Zeit das Männer-Rennen an, ehe er in der letzten Runde gänzlich einbrach und in dramatischen Momenten völlig entkräftet durchgereicht wurde. Dieses Mal hatte der 22-jährige Titelverteidiger seine Kräfte zwar richtig eingeteilt, ihr Reservoir reichte aber nicht, um mit der Energie Kiplimos mithalten zu können. Dieser setzte sich im Laufe der letzten Runde ab und siegte in 27:48 Minuten. Der entthronte Titelverteidiger rettete Platz zwei vor dem heranstürmenden Albert Rop aus dem Bahrain, Asienmeister im Jahr 2016. „Ich konnte meinen Rennplan heute optimal umsetzen, das hat sich großartig angefühlt“, so Kiplimo, der zuletzt beim Silvesterlauf in Madrid mit einem 10km-Lauf in 26:41 Minuten geglänzt hatte, nach dem Rennen. Beide ugandischen Stars wollen die Crosslauf-WM 2019 in Angriff nehmen, bei Kiplimo ist noch offen, in welcher Altersklasse. „Dann werde ich hoffentlich in Top-Form sein. Jetzt nach dem Trainingslager in Monte Gordo bin ich höchstens bei 85%“, so Cheptegei.
Hinter Rop belegte der Kenianer Vincent Rono den vierten Platz, Soufiane El Bakkali, dessen Landsmann Abdelaati Iguider früh ausstieg, belegte Rang sechs. Bester Spanier war überraschend Martin Palacio vor Antonio Abadia, der am Freitagabend noch den 3.000m-Lauf im Rahmen des Hallen-Meetings von Valencia gewonnen hatte, und Adel Mechaal auf Platz sieben.
 

Premierensieg für Chepkoech

Im 9,1 Kilometer langen Rennen der Frauen feierte Beatrice Chepkoech, Weltrekordhalterin im 3.000m-Hindernislauf und frisch gebackene kenianische Sportlerin des Jahres, ihren ersten großen Sieg im Crosslauf. In einer Zeit von 28:01 Minuten distanzierte sie Stella Chesang, hinter der sie sich beim Crosslauf in Elgoibar vor eine Woche noch einordnen musste, um über eine halbe Minute auf den zweiten Platz. Den dritten Stockerplatz nahm Europameisterin Yasemin Can mit einem Rückstand über einer Minute auf die Siegerin ein. Lokalmatadorin Trihas Gebre kam als Sechste ins Ziel.
 

Ergebnisse Cross Intenacional de Italica in Sevilla

Männer (9.975 km)
1. Jacob Kiplimo (UGA) 27:48 Minuten
2. Joshua Cheptegei (UGA) 28:04 Minuten
3. Albert Rop (BRN) 28:06 Minuten
4. Vincent Rono (KEN) 28:14 Minuten
5. Mande Bushendich (UGA) 28:26 Minuten
6. Soufiane El Bakkali (MAR) 28:28 Minuten
7. Martin Palacio (ESP) 28:49 Minuten
8. Antonio Abadia (ESP) 28:50 Minuten
9. Adel Mechaal (ESP) 29:06 Minuten
10. Javier Guerra (ESP) 29:07 Minuten
Frauen (9,135 km)
1. Beatrice Chepkoech (KEN) 28:01 Minuten
2. Stella Chesang (UGA) 28:35 Minuten
3. Yasemin Can (TUR) 29:04 Minuten
4. Hellen Lobun (KEN) 29:10 Minuten
5. Gete Alemayehu (ETH) 29:49 Minuten
6. Trhias Gebre (ESP) 29:57 Minuten
7. Jessica Piasecki (GBR) 30:07 Minuten
8. Verity Ockenden (GBR) 30:11 Minuten
9. Esther Chebet (UGA) 30:48 Minuten
10. Irene Sanchez (ESP) 30:50 Minuten
 
 
Cross Internacional de Italica