Anti-Doping-Kampf: IAAF teilt Nationen in Kategorien ein

Auf Basis der Doping-Erfahrungen gepaart mit den sportlichen Erfolgen der jeweiligen Leichtathletik-Nationen hat der Leichtathletik-Weltverband (IAAF) seine Mitgliedsverbände in Kategorien eingeteilt. Die „Hochrisikoländer“ Kenia, Äthiopien, Weißrussland, Ukraine und Bahrain bilden die wenig ehrenvolle Kategorie A. In Kategorie B befinden sich alle wichtigen Leichtathletik-Verbände, darunter Deutschland, die Schweiz, die USA, Großbritannien, Frankreich, Italien, Jamaika oder die Türkei. Kategorie C umfasst 155 Nationen, die geringe internationale Erfolge aufweisen können – darunter auch der Österreichische Leichtathletik-Verband (ÖLV).
Die Verbände der Kategorien A und B müssen ihre Athleten für Tests durch die Athletics Integrity Unit (IAU) der IAAF bereitstellen. So sind Länder der Kategorie A verpflichtet, bei jenen Athleten, die sie zu internationalen Meisterschaften schicken wollen, mindestens dreimal pro Jahr abseits von Wettkämpfen testen. Die AIU aktualisiert die Einteilung jährlich. Der suspendierte russische Verband ist logischerweise aktuell nicht berücksichtigt.