Reda El Aaraby stellt Streckenrekord in Beirut ein

© Beirut Marathon

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Der Marokkaner Mohamed Reda El Aaraby hat das Kunststück vollbracht, den Streckenrekord beim Beirut Marathon von Vorjahressieger Dominic Ruto auf die Sekunde genau einzustellen. Er finishte in einer Zeit von 2:10:41 Stunden und feierte seinen ersten Marathon-Sieg überhaupt. Der Nordafrikaner hatte sich erst kurzfristig auf ein Antreten in der libanesischen Hauptstadt entschieden und erhielt dafür vom Veranstalter auch keine Elite-Startnummer. Denn Reda El Aaraby hatte erst vor fünf Wochen den Chicago Marathon bestritten und war dort in einer persönlichen Bestleistung von 2:09:16 Stunden als Elfter ins Ziel gelaufen. Genauso wie beim Tokio Marathon 2018, als er zwei Sekunden „langsamer“ war als in Chicago. Damit ist er der viertschnellste marokkanische Marathonläufer des Jahres.
 

Korir Siebter

Am Tag vor seinem 29. Geburtstag setzte sich der Marokkaner im Finale gegen Felix Chemonges aus Uganda und Deresa Geleta aus Äthiopien durch. „Das ist ein Spitzenresultat für mich. Es ist das Ergebnis von hartem Training und einer gelungenen Vorbereitung“, sagte er nach dem Rennen. Chemonges verbuchte eine Zeit von 2:11:57 Stunden, Geleta kam nach 2:12:33 Stunden ins Ziel. Nach seinem Intermezzo in der kenianischen Politik kam Wesley Korir bei seiner Rückkehr auf die Marathon-Bühne in einer Zeit von 2:14:17 Stunden als Siebter ins Ziel. Der 35-Jährige hatte 2012 den Boston Marathon gewonnen und 2016 an den Olympischen Spielen teilgenommen.
 

Persönliche Bestleistung und eritreeischer Landesrekord

Auch bei den Frauen fiel die Entscheidung erst auf den letzten Kilometern. Die Äthiopien Medina Armino setzte sich in einer Zeit von 2:29:31 Stunden, mit der sie ihre bisherige persönliche Bestleistung um rund vier Minuten verbesserte, vor Nazret Weldu und Selamawit Getnet durch. Armino hatte im Frühjahr den Treviso Marathon gewonnen. Jubeln konnte auch die zweitplatzierte Weldu. Bei ihrem Debüt lief die 28-Jährige auf Anhieb einen neuen Landesrekord für Eritrea (2:29:48) Stunden, das Tradition im Laufsport der Männer hat, aber bisher kaum Erfolge in der weiblichen Leistungsklasse verbuchen konnte. Umso bedeutender ist die Leistung der mehrfachen WM-Teilnehmerin in verschiedensten Disziplinen.
Insgesamt nahmen rund 48.000 Läuferinnen und Läufer an den verschiedenen Bewerben des Beirut Marathon teil, die als erfolgreichste Laufveranstaltung in der Region gilt. Die Siege im Halbmarathon gingen an Mohammad Jafar Muradi aus dem Iran (1:07:00) und Lokalmatadorin Chrine Njeim (1:20:09).
 

Ergebnisse Beirut Marathon 2018

Männer
1. Mohamed Reda El Aaraby (MAR) 2:10:41 Stunden
2. Felix Chemonges (UGA) 2:11:54 Stunden
3. Deresa Geleta (ETH) 2:12:31 Stunden
4. Hiribo Share (ETH) 2:12:38 Stunden
5. Yihunilign Amsalu (ETH) 2:13:08 Stunden
6. Kalipus Lomwai (KEN) 2:13:10 Stunden
7. Wesley Korir (KEN) 2:14:17 Stunden
8. Gemechu Kelu (ETH) 2:14:25 Stunden
9. Marcin Chabowski (POL) 2:14:40 Stunden
10. Hamza Sahli (MAR) 2:17:33 Stunden
Frauen
1. Medine Armino (ETH) 2:29:30 Stunden
2. Nazret Weldu (ERI) 2:29:48 Stunden
3. Selamawit Getnet (ETH) 2:31:40 Stunden
4. Ednah Mukhwana (KEN) 2:31:50 Stunden
5. Alemenesh Guta (ETH) 2:33:18 Stunden
6. Nigist Muluneh (ETH) 2:36:37 Stunden
7. Olga Kalendarova-Ochal (POL) 2:38:14 Stunden
8. Vaida Zusinaite-Nekriosiene (LTU) 2:38:55 Stunden
9. Ma Yu Gui (CHN) 2:39:03 Stunden
10. Luo Chuan (CHN) 2:43:46 Stunden
 
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