Große Namen bei Ljubliana Marathon

© RunAustria

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Der Ljubljana Marathon war bis dato nicht unbedingt dafür berühmt, Spitzenleistungen und Spitzenathleten zu präsentieren. Doch die Verpflichtungen einiger Läuferinnen und Läufer, die vor Jahren großartige Erfolge gefeiert haben und seither durch ein Tal gegangen sind, bescheren der Veranstaltung in der slowenischen Hauptstadt das mit Abstand prominenteste Starterfeld seiner Geschichte. Und mit einem ehemaligen VCM-Sieger gelang es dem Veranstalter sogar einen aktuellen Top-Mann der Szene Ljubljana zu lotsen.
 

Auf der Jagd nach dem Streckenrekord

2015 dominierte Sisay Lemma den Vienna City Marathon und triumphierte in einer Zeit von 2:07:31 Stunden damals noch am Heldenplatz. Ein halbes Jahr später gelang ihm der Triumph beim Frankfurt Marathon, der Äthiopier war reif um in die erste Riege der Marathonläufer aufzusteigen. Top-Platzierungen knapp abseits des Podests bei World Marathon Majors lassen sich gut lesen. Zu Jahresbeginn zauberte der 27-Jährige beim Dubai Marathon eine Zeit von 2:04:08 Stunden auf den Asphalt. Nur der unfassbaren Dichte dieses Rennens war es zu „verdanken“, dass Lemma damit nur Platz fünf belegen konnte. Die Leistung reicht jedoch für Platz 15 in der ewigen Bestenliste des Marathonlaufs. Beim Prag Marathon folgte Platz zwei hinter Galen Rupp. Anstatt einen der prominenten Herbst-Marathons zu bestreiten, jagt Lemma nun den Streckenrekord beim Ljubliana Marathon. Dieser liegt bei einer Zeit von 2:08:19 Stunden und wird vom diesmal abwesenden Äthiopier Limenih Getachew gehalten.
 

Aufwärtstrend nach Talsohle

Auch abseits von Sisay Lemma liest sich die Starterliste gut. Die größten Erfolge seiner Kontrahenten liegen aber bereits einige Jahre zurück. Der Äthiopier Ayele Abshero startete seine Karriere mit einem phänomenalen Debüt von 2:04:23 Stunden beim Dubai Marathon 2012. Es folgten Top-Resultate beim London Marathon 2013 (3.) und 2014 (4.), danach geriet schnell Sand ins Getriebe. Die diesjährigen Leistungen des 27-Jährigen machen aber Hoffnungen. In Xiamen und Hamburg (2:07:19) kletterte er jeweils als Dritter auf das Stockerl.
Auch die Kenianer Peter Some und Stephen Chebogut haben schon beachtliche Erfolge auf ihren Visitenkarten stehen. Some gewann 2013 überraschend den Paris Marathon und enttäuschte dann als Kenias Nummer eins bei den Weltmeisterschaften von Moskau. Nach Jahren voller mittelprächtiger Resultate ging es zuletzt bergauf: Zweiter beim Daegu Marathon 2017, Sieg beim Shenzhen Marathon 2017 und Platz drei beim Daegu Marathon 2018 in 2:06:49 Stunden. Chebogut gewann 2015 den Eindhoven Marathon und belegte beim Paris Marathon 2017 den zweiten Platz. Mit Philip Kimutai, Gebretsadik Adihana und Alfers Lagat stehen noch drei weitere Läufer mit Bestleistungen unter 2:07 Stunden am Start – auch ihre „Hausrekorde“ sind bereits seit einiger Zeit unverändert. Der Kenianer Felix Kibitok, der heuer in Kopenhagen einen Halbmarathon in 59:21 Minuten gelaufen ist, feiert seine Premiere.
 

Olympia-Teilnehmerin führt Frauen-Feld an

Auch das Starterfeld bei den Frauen kann sich sehen lassen. Olympia-Teilnehmerin Visiline Jepkesho, die Marathon-Siege in Mailand (2014), Paris (2016) und Rotterdam (2018) feiern konnte und über eine Bestleistung von 2:21:37 Stunden verfügt (Paris 2017), wird herausgefordert von Sharon Cherop, Sensationssiegerin beim Boston Marathon 2012 sowie Zweite beim Berlin Marathon (2013), Frankfurt Marathon (2014) und Toronto Marathon (2015), Sutume Asefa, Zweite in Rotterdam 2016 und Frankfurt 2017, Titelverteidigerin Shoko Genemo, außerdem Siegerin des Vienna City Marathon 2016, sowie Lucy Karimi, die den Mailand Marathon 2015 und den Prag Marathon 2016 für sich entscheiden konnte.
 
 
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