Schnellster Marathon-Debütant läuft in Frankfurt

© SIP / Johannes Langer

Der Frankfurt Marathon hat für seine 38. Austragung am 28. Oktober eine spektakuläre Verpflichtung für das Männer-Rennen bekannt gegeben. Guye Adola, seit dem Berlin Marathon 2017 der schnellste Marathon-Debütant aller Zeiten, geht in diesem Herbst beim zweitbedeutendsten deutschen Herbst-Marathon an den Start. „Mit Guye Adola an der Spitze des Feldes und dem deutschen Rekordläufer Arne Gabius können wir in diesem Jahr ganz besondere Personalien bieten. Wir freuen uns, dass Athleten dieser Klasse die schnelle Frankfurter Strecke für ihren Herbstmarathon gewählt haben“, zeigte sich Renndirektor Jo Schindler zufrieden.
 

Guye Adola beim Berlin Marathon 2017. © SIP / Johannes Langer
 

Sternstunde in Berlin

Guye Adola, der acht Tage vor dem Frankfurt Marathon 2018 seinen 28. Geburtstag feiern wird, verblüffte beim Berlin Marathon 2017 mit einer Sensationsleistung. Im strömenden Regen stürmte er zur elftschnellsten Marathon-Zeit der Historie – 2:03:45 Stunden. In den letzten Jahren konnte kaum jemand Olympiasieger Eliud Kipchoge derartig herausfordern wie der Äthiopier in Berlin. Nur sechs Marathonläufer können weltweit eine bessere persönliche Bestleistung aufweisen wie der 27-Jährige, Kenenisa Bekele ist der einzige Äthiopier – selbst der ehemalige Weltrekordhalter Haile Gebrselassie ist nie so schnell gelaufen wie der Newcomer.
 

Leistungstief im Frühjahr

So phänomenal Guye Adolas Marathon-Karriere in Berlin begann, so schleppend führte er sie fort. Der Äthiopier, der vor seinem Marathon-Debüt bereits als starker Halbmarathonläufer bekannt war, wartet noch auf sein erstes Spitzenresultat im laufenden Kalenderjahr. Nach einem guten Start mit Rang zwei beim Houston Halbmarathon im Jänner in 1:00:15 Stunden folgte eine kurzfristige Absage beim Ras Al Khaimah Halbmarathon im Februar, ein fünfter Platz beim Riad Halbmarathon Ende Februar und eine fortgeschrittene Freizeit-Athletenzeit beim London Marathon, als er das Tempo der Spitze früh nicht gehen konnte und in einer Zeit von 2:32:35 Stunden auf Rang 40 ins Ziel joggte.
Dass Adola trotz der bekannt schnellen Strecke in Frankfurt wieder in die Regionen von 2:04 Stunden laufen kann, erscheint nicht nur aufgrund der bisherigen Saisonresultate unwahrscheinlich. Die bis dato kommunizierte Konkurrenz ist nicht stark genug, sie bewegt sich eine Klasse darunter: der Äthiopier Kelkile Gezahegn, heuer Dritter beim Rotterdam Marathon, der ehemalige Salzburg-Marathon-Sieger Martin Kosgey aus Kenia, immerhin bereits Zweiter beim Frankfurt Marathon vor zwei Jahren, der Japaner Hiroyuki Yamamoto und Lokalmatador Arne Gabius. „Wir freuen uns auf ein spannendes wie hochklassiges Männer-Rennen und bleiben bei unserem bewährten Mix: Weltklasse-Athleten an der Spitze und beste Marathon-Bedingungen in der Breite für jeden einzelnen Teilnehmer“, so Schindler, der der Veranstaltung in den letzten Jahren mit seinen Verpflichtungen verlässlich Weltklasseleistungen bescherte.
 
 
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