Ronoh besiegt Kiprotich im Endspurt

© SIP / René van Zee

Streckenrekordhalter Geoffrey Ronoh hat zum zweiten Mal nach 2014 den Wörthersee Halbmarathon gewonnen. Der Kenianer setze sich in einem spannenden Duell mit Stephen Kiprotich erst auf den letzen Metern von seinem Rivalen ab und jubelte in Klagenfurt nach einer Laufzeit von 1:01:32 Stunden. „Es war ein hartes Rennen und ein tolles Match gegen Kiprotich. Es ist wunderschön, hier erneut zu gewinnen“, freute sich der 24-Jährige, der als bisher einziger Läufer im Rahmen der Kärntner Traditionsveranstaltung einen Halbmarathon unter einer Stunde absolviert hat. Kiprotich, Olympiasieger und Weltmeister im Marathon, durfte sich freuen, obwohl er am Ende das Duell um den Sieg um eine Sekunde verlor. Einen so schnellen Marathon wie beim prognostizierten Regen am Wörthersee ist der 29-Jährige zuletzt vor fünf Jahren gelaufen, als er im spanischen Granollers seine persönliche Bestleistung von 1:01:15 Stunden markiert hat. Seine Generalprobe für einen schnellen Herbst-Marathon ist also mehr als gelungen.
 

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Titelverteidiger deutlich geschlagen

Das Duell der beiden Halbmarathon-Spezialisten und Top-Favoriten auf den Sieg zwischen Geoffrey Ronoh und Peter Kirui war eines, das nach wenigen Passagen im Rennverlauf bereits beendet war. Der zweifache Titelverteidiger konnte das Tempo der Spitzengruppe nicht folgen und musste sich am Ende in einer Zeit von 1:04:26 Stunden sogar mit dem sechsten Platz zufrieden geben – eine deftige Niederlage für den Kenianer, der in den letzten Jahren auf österreichischem Boden von einem Sieg zum nächsten getingelt war. Laban Korir sicherte sich in einer Endzeit von 1:02:21 Stunden den letzten Stockerplatz, mit seinen Landsleuten Hillary Kipsambu und Hillary Kimaiyo folgten ihm weitere Kenianer über die Ziellinie. Bester Österreicher war Stefan Linseder (Kolland Topsports) auf Platz 14 mit einer Zeit von 1:08:41 Stunden, Lokalmatador Christian Robin (LC Villach) kam auf Rang 16 ins Ziel, zeigte sich aber anschließend zufrieden.
 

Zweitschnellster Halbmarathon für Moser

Im Rennen der Frauen konnte Cornelia Moser (LC Saalfelden) in einer Endzeit von 1:16:18 Stunden glänzen. Ein halbes Jahr nach ihrem Halbmarathon in Barcelona, als sie einen Salzburger Landesrekord von 1:15:01 Stunden erzielte, bedeutete diese Leistung ihren zweitbesten Halbmarathon. „Ich habe die Atmosphäre hier sehr genossen. Es war ein tolles, entspanntes Rennen“, bilanzierte die Salzburgerin im Gespräch mit RunAustria-Redakteur René van Zee. Damit startete die 24-jährige Pinzgauerin beim Wörthersee Halbmarathon mit viel Selbstvertrauen in die zweite Jahreshälfte.
Mosers Leistung reichte für den vierten Platz, ihr folgten die in Tirol lebende Slowakin Silvia Schwaiger und die Ungarin Tünde Szabo, Siegerin des Salzburg Marathon 2017, über die Ziellinie. Schneller als die Österreicherin waren bei trotz Regen angenehmen Lauftemperaturen nur die kenianische Siegerin Agnes Chebet (1:12:41 Stunden), die Kroatin Matea Parlov (1:14:03) und die Litauerin Monika Bytautiene (1:14:20). Damit war zum siebten Mal in den letzten acht Jahren eine Kenianerin die Schnellste auf dem 21,0975 Kilometer langen Weg von Velden nach Klagenfurt. Bei den Männern hält die kenianische Siegesserie bei Kärnten Läuft nun schon seit 15 Austragungen an.
 

Der drittplatzierte Laban Korir (l.) und der zweitplatzierte Stephen Kiprotich. © SIP / René van Zee
 

Doppelsieg für Hochegger

Im Rahmen des Lauf-Wochenendes Kärnten Läuft fanden insgesamt sieben sportliche Bewerbe mit unterschiedlichen Anforderungen statt. Maria Hochegger (Running Team Lannach) gewann den fünf Kilometer langen Frauenlauf in einer Zeit von 17:36 Minuten. Die Siege im Viertelmarathon gingen an den Slowenen Primoz Kobe (33:33 Minuten) und Maria Hochegger, die einen Tag nach dem Frauenlauf eine Zeit von 39:55 Minuten erzielte.
 
Redaktionelle Mitarbeit: René van Zee
 

Ergebnisse Wörthersee Halbmarathon

Männer
1. Geoffrey Ronoh (KEN) 1:01:32 Stunden
2. Stephen Kiprotich (UGA) 1:01:33 Stunden
3. Laban Korir (KEN) 1:02:21 Stunden
4. Hillary Kipsambu (KEN) 1:03:11 Stunden
5. Hillary Kimaiyo (KEN) 1:03:26 Stunden
6. Peter Kirui (KEN) 1:04:26 Stunden
7. Stephen Ndungu (KEN) 1:04:35 Stunden
8. Mourad Marofit (MAR) 1:04:49 Stunden
9. Zakariae Mazouzi (MAR) 1:05:45 Stunden
10. Timo Göhler (GER) 1:05:58 Stunden

14. Stefan Linseder (AUT) 1:08:41 Stunden
15. Michael Kügerl (AUT) 1:09:26 Stunden
16. Christian Robin (AUT) 1:09:33 Stunden
Frauen
1. Agnes Chebet (KEN) 1:12:41 Stunden
2. Matea Parlov (CRO) 1:14:03 Stunden
3. Mobnika Bytautiene (LTU) 1:14:20 stunden
4. Cornelia Moser (AUT) 1:16:18 Stunden
5. Silvia Schwaiger (SVK) 1:16:41 Stunden
6. Tünde Szabo (HUN) 1:19:03 Stunden
7. Alexandra Hauser (AUT) 1:21:39 Stunden
8. Tina Fischl (GER) 1:23:37 Stunden
9. Barbara Bischof (AUT) 1:23:45 Stunden
10. Alison Heslin (USA) 1:25:04 Stunden
 
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