Drei verpasste Dopingkontrollen – Bahta vor EM-Aus?

© SIP / René van Zee

Meraf Bahta bei den Crosslauf-Euroapmeisterschaften 2017, wo sie Silber gewann. © SIP / René van Zee
Wie die schwedische Tageszeitung „Aftonbladet“ letzte Woche berichtete, hat Meraf Bahta drei Dopingkontrollen verpasst und steht damit den Regeln entsprechend vor einer Suspendierung. Karin Torneklint, Team-Managerin des schwedischen Verbandes, bestätigte gegenüber der Zeitung lediglich, dass ein Mitglied der Nationalmannschaft drei unentschuldigte Absenzen bei Dopingkontrollen hat, nannte jedoch keine Namen. Sie zeigte sich aber optimistisch, dass sich der Fall sich ohne Suspendierung lösen könnte. Der Schwedische Leichtathletik-Verband stehe in Verbindung mit der der Anti-Doping-Behörde.
 

Suspendierung noch vor der EM?

Hat „Aftonbladet“ Recht, könnten die Europameisterschaften nächste Woche in Berlin könnten bereits ohne die 29-Jährige stattfinden. Denn drei verpasste Dopingkontrollen binnen zwölf Monaten, die häufig auf administrative Fehler der Athleten im System begründet sind, in dem sie ihren Aufenthaltsort bekannt geben müssen, sind laut Anti-Doping-Regeln gleichzusetzen mit einem Dopingfall und könnten eine Sperre von zwei Jahren nach sich ziehen. Sportler müssen täglich während einer Zeitspanne von einer Stunde für Dopingkontrolleure auffindbar und verfügbar sein, Aufenthaltsort und Zeitspanne können bis am Vortag eingetragen werden.
Meraf Bahta gewann vor vier Jahren in Zürich die Goldmedaille im 5.000m-Lauf und wurde zwei Jahre später in Amsterdam Zweite. Zuletzt startete sie vornehmlich über 1.500m, wo sie bei den Olympischen Spielen in Rio den hervorragenden sechsten Platz erzielte. Aktuell bereitet sich die Schwedin in St. Moritz auf die kommenden Titelkämpfe vor.