Tierischer Laufbegleiter

Dass Hunde bewegungsfreudig sind, beweist auch dieser Hund, der beim Salzburg Marathon 2016 einem Zuschauer entwischt ist und entlang der Hellbrunner Allee begeistert einige Hunder Meter mit dem Verfolgerfeld mitmachte. © Salzburg Marathon / Bryan Reinhart

Tausende Läuferinnen und Läufer sind alleine unterwegs. Das mag verschiedene Gründe haben, die zeitliche Flexibilität ist sicherlich ein hauptsächliches. Digitale Laufbegleiter gehören noch der Zukunft an, die Gegenwart bietet eine immer beliebtere Möglichkeit der zeitlich flexiblen Laufbegleiter: Hunde. Aber wie bei allen Laufbegleitern hat die Berücksichtigung der Vorlieben und Bedürfnisse des Hundes wichtige Priorität.
 

Dass Hunde bewegungsfreudig sind, beweist auch dieser Hund, der beim Salzburg Marathon 2016 einem Zuschauer entwischt ist und entlang der Hellbrunner Allee begeistert einige Hunder Meter mit dem Verfolgerfeld mitmachte. © Salzburg Marathon / Bryan Reinhart
Entsprechende Vorbereitung

Prinzipiell sind alle größeren Hunde lauf-affin und zählen zu den besten Ausdauerathleten der Natur, allerdings gilt es zwei wichtige Dinge zu beachten, bevor der Laufalltag für Herrchen/Frauchen und „besten Freund des Menschen“ etabliert wird. Auch ein Hund und sein Herz-Kreislaufsystem genauso wie die muskulären Anforderung gehören trainiert und müssen behutsam auf die körperlichen Anforderungen des Laufens vorbereitet werden – wozu übrigens auch die Disziplin des Hundes zählt. Daher sind junge Hunde in ihrem ersten Lebensjahr keine geeigneten Laufpartner. In beiden Disziplinen, also Physis und Verhalten, sind sie aber gut belehrbar. Bei der maximalen Sauerstoffaufnahme haben talentierte Hunderassen sogar einen leichten Vorteil gegenüber Menschen.
 

Bedürfnisse des Hundes im Vordergrund

Und dann gilt es die Vorlieben der Rasse einzukalkulieren: Ist ein Hund besonders ausdauernd, welches Tempo bevorzugt er (da sind Hunde recht unflexibel), ist er ein schneller Läufer, der kraftvoll das Tempo anzieht, ist er instinktiv neugierig und unterbricht den Lauf aus allen erdenklichen Gründen oder ist er ein Hund, für den lange Wanderungen passender sind als Läufe in konstantem Tempo. Ein gegenseitiges Voneinander-Lernen führt zur richtigen Lauf-Beziehung. Da ein Hund ohne Weitsicht für das Gesamte und seine Leistungsgrenzen einfach drauf los rennt, tritt sein Begleiter automatisch als verantwortlicher Trainer auf. Dass körperliche Fitness und ausreichend Bewegung im gesunden Rahmen gut für das tierische Leben sind, liegt auf der Hand. Aufwärmtraining, ausreichende Regeneration und genügend Flüssigkeitsaufnahme vor, während und nach dem Lauf auch für den Hund sollten eine Selbstverständlichkeit sein.
 

Erhöhtes Aufmerksamkeit beim Laufen

Zu den besten Läufern zählen Retriever, Labradore, Huskies oder Border Collies. Weitere wichtige Ratschläge beim Laufen mit Hund sind die erhöhte Achtsamkeit und fixe Reaktion, denn der Läufer ist für das Verhalten des Hundes verantwortlich, sowie die Wahl eines „pfotenfreundlichen“ Untergrunds.