Streckenrekord und Fehlleitung beim Düsseldorf Marathon

© Düsseldorf Marathon / Klaus Dieter Weber

Licht und Schatten gab es am Sonntag beim Metro Düsseldorf Marathon. Während die Weißrussin Volga Mazuronak bei den Frauen in einer deutlichen Überlegenheit zu einem neuen Streckenrekord in einer Zeit von 2:25:25 Stunden lief, wurde das Rennen der Männer durch eine Fehlleitung an der Spitze beeinträchtigt. Am Ende erreichte der bekannteste Name im Feld, Gilbert Yegon als Erster das Ziel. Tom Gröschel und Fabienne Amrhein freuten sich über die deutschen Meistertitel.
 

Negativ-Split

Die Olympia-Fünfte Volga Mazuronak war als klare Favoritin ins Rennen gestartet. Die Weißrussin, die seit Jahresbeginn unter Wolfgang Heinig trainiert, absolvierte die erste Hälfte bei regnerischen Bedingungen in einer Zeit von 1:13:02 Stunden. Nicht zum ersten Mal spielte sie ihre Stärken auf der zweiten Marathon-Hälfte aus und blieb damit in einer Zeit von 2:25:25 Stunden 22 Sekunden unter dem bisherigen Streckenrekord der Kenianerin Agnes Jeruto, die 2012 gewonnen hatte. „Ich bin sehr zufrieden und freue mich, dass ich den Streckenrekord gebrochen habe“, sagte die 29-Jährige nach dem Rennen.
 

© Düsseldorf Marathon / Klaus Dieter Weber
Meistertitel für Amrhein

Hinter Mazuronak sicherte sich Fabienne Amrhein ihren ersten deutschen Meistertitel im Marathonlauf. In einer persönlichen Bestleistung von 2:32:34 Stunden setzte sie sich im Kampf um Rang zwei gegen die Kenianerin Rose Maru durch. Die Vorentscheidung im Kampf um den nationalen Meistertitel fiel bei Kilometer 18, als Hauptrivalin Franziska Reng, die das Rennen zu schnell angegangen war, das Handtuch warf. Isabel Leibfried und Regina Högl gewannen Silber und Bronze. Die portugiesische Titelverteidigerin Doroteia Alves kam als Gesamt-Vierte ins Ziel.
 

Über 43 Kilometer für Yegon

Im Männer-Rennen feierte Routinier Gilbert Yegon seinen zweiten Düsseldorf-Sieg nach 2014. Dieser wird ihm nach einem verhängnisvollen Fehler der Polizei aber länger in Erinnerung blieben. Bereits nach acht Kilometern stand das Rennen unter einem schlechten Stern, als das Polizeimotorräder die Spitze falsch leiteten und sie zu einem Umweg von rund einem Kilometer zwangen. Da allerdings keine Abkürzung vorlag, konnte das Rennen gewertet werden. Yegon gewann in einer Zeit von 2:13:55 Stunden vor seinem kenianischen Landsmann Richard Mutai.
Zwar aufgrund der nicht sehr starken Besetzung kein hochklassiges, aber sehr spannendes Rennen gab es um die Medaillen bei den deutschen Meisterschaften. Überraschend bester Lokalmatador war Tom Gröschel auf Gesamtrang drei. In einer Zeit von 2:15:20 Stunden lag er sieben Sekunden vor Sebastian Reinwand und 39 Sekunden vor Marcus Schöfisch.
Rund 16.000 Läuferinnen und Läufer hatten sich für die verschiedenen Bewerbe beim Düsseldorf Marathon angemeldet, rund 3.700 absolvierten die Marathon-Distanz.
 

Ergebnisse Düsseldorf Marathon

Männer
1. Gilbert Yegon (KEN) 2:13:54 Stunden
2. Richard Mutai (KEN) 2:14:08 Stunden
3. Tom Gröschel (GER) 2:15:20 Stunden
4. Sebastian Reinwand (GER) 2:15:27 Stunden
5. Marcus Schöfisch (GER) 2:15:58 Stunden
6. Philipp Baar (GER) 2:16:17 Stunden
7. Karsten Meier (GER) 2:16:24 Stunden
8. Luis Alberto Orta Milan (VEN) 2:16:29 Stunden
9. Jens Nerkamp (GER) 2:17:18 Stunden
10. Muzaffer Bayram (TUR) 2:17:56 Stunden
Frauen
1. Volga Mazuronak (BLR) 2:25:25 Stunden
2. Fabienne Amrhein (GER) 2:32:34 Stunden
3. Rose Maru (KEN) 2:33:54 Stunden
4. Peixoto Doroteia Alves (POR) 2:35:15 Stunden
5. Fatima Suna Celik (TUR) 2:36:20 Stunden
6. Seyma Yildiz (TUR) 2:38:45 Stunden
7. Tubay Erdal (TUR) 2:39:44 Stunden
8. Elif Dagdelen (TUR) 2:39:58 Stunden
9. Isabel Leibfried (GER) 2:41:39 Stunden
10. Daniela Äschenbacher (SUI) 2:45:08 Stunden
 
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