Vierter Sieg für Wahl-Koreaner beim Seoul Marathon

© Seoul Marathon

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Wilson Loyanae hat bereits zum vierten Mal den Seoul Marathon gewonnen. Der Kenianer, der seit Jahren in Südkorea lebt und dessen Einbürgerung ins südostasiatische Land scheiterte, setzte sich in einer Zeit von 2:06:57 Stunden mit einem knappen Vorsprung auf seinen Landsmann Mark Korir durch. Nach 2012, 2015 und 2016 überquerte der 29-Jährige, der 2013 und 2014 aufgrund einer Dopingsperre fehlte, bereits zum vierten Mal als Erster die Ziellinie bei der wichtigsten Laufveranstaltung in Südkorea, sein sportliches Wohnzimmer.
 

Entscheidende Attacke im Finale

Als das Rennen im zweiten Viertel etwas an Schwung verlor, versuchten der Äthiopier Deribe Robi und der Kenianer Paul Kipkorir zur Halbzeit einen Vorstoß. Bis Kilometer 30 führte das Duo mit leichtem Vorsprung, ehe der Zusammenschluss der Spitzengruppe erfolgte. Die entscheidende Attacke erfolgte erst rund drei Kilometer vor dem Ziel, als Wilson Lyonae antrat und eine entscheidende Lücke zu seinem Landsmann Benson Kipruto riss. Korir heftete sich im Kampf um Platz zwei und überholte Kipruto auf dem letzten Kilometer. Auch der viertplatzierte Marius Kimutai, im Vorjahr Sieger des Rotterdam Marathon, und Filex Kipchirchir blieben unter 2:08 Stunden.
 

Überraschungssieg bei den Damen

Eine leistungsstarke Spitzengruppe im Damen-Rennen blieb lange zusammen, so dass sich ein unspektakuläres, aber bis zum Finale spannendes Rennen entwickelte. Auf den letzten fünf Kilometern ging die Post ab. Die Äthiopierin Damte Hiru attackierte und setzte sich von ihren Begleiterinnen ab. Die 24-Jährige feierte in einer Zeit von 2:24:08 Stunden ihren ersten Marathon-Sieg. Die höher eingeschätzten Landsfrauen Mulu Seboka und Gutemi Shone verpassten sogar das Podest. Im rein kenianischen Kampf um Platz zwei setzte sich Vorjahressiegerin Margaret Agai knapp gegen Landsfrau Monica Jepkoech durch.
 

Ergebnisse Seoul Marathon 2018

Herren
1. Wilson Loyanae (KEN) 2:06:57 Stunden
2. Mark Korir (KEN) 2:07:03 Stunden
3. Benson Kipruto (KEN) 2:07:11 Stunden
4. Marius Kimutai (KEN) 2:07:45 Stunden
5. Filex Kiprotich (KEN) 2:07:57 Stunden
Damen
1. Damte Hiru (ETH) 2:24:08 Stunden
2. Margaret Agai (KEN) 2:24:30 Stunden
3. Monica Jepkoech (KEN) 2:24:31 Stunden
4. Mulu Seboka (ETH) 2:25:01 Stunden
5. Kim Do Yeon (KOR) 2:25:41 Stunden
 
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