„The Guardian“ berichtet über Dopingfall Ruth Jebet

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Laut Informationen der Webplattform der britischen Tageszeitung „The Guardian“ hat die gebürtige Kenianerin und seit ihrem 16. Lebensjahr für den Bahrain startende Ruth Jebet einen positiven Dopingtest abgelegt. Sollte sich der Verdacht des vom Leichtathletik-Weltverband (IAAF) noch nicht bestätigten Dopingfalls erhärten, droht der Olympiasiegerin von Rio 2016 eine lange Strafe. „The Guardian“ sprach allerdings in seinem Bericht von einer Neuigkeit aus eigenen Quellen, die offiziell noch nicht bestätigt wurde. Die Athletics Integrity Unit (AIU) berief sich auf den WADA-Code, welcher eine öffentliche Kommunikation von Seiten des Weltverbandes ohnehin verhindern würde. Es soll sich um ein EPO-Vergehen handeln.
 

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Ruth Jebet auf dem Weg zum Olympiasieg von Rio – im zarten Alter von 20 Jahren. © Getty Images
Anwalt überrascht und schockiert

Der Anwalt der 21-Jährigen zeigte sich in einer ersten Stellungnahme gegenüber der britischen Tageszeitung „überrascht“ und „schockiert“. Er habe versucht, Jebet zu kontaktieren, was ihm allerdings noch nicht gelungen sei.
 

Olympiasieg und Weltrekord 2016

Ruth Jebet ist eine Hindernisläuferin aus einer Reihe junger Emporkömmlinge, die diese Disziplin in den letzten Jahren leistungstechnisch in neue Sphären geführt haben. 2016 triumphierte sie nicht nur bei den Olympischen Spielen in einer fantastischen Leistung von unter neun Minuten, sondern lief anschließend beim Diamond League Meeting in Paris einen Weltrekord in einer Fabelzeit von 8:52,78 Minuten. Nach einem durchwachsenen Wettkampfjahr 2017, während dem sie auch bei den Weltmeisterschaften in London ohne Medaille blieb, war Jebet im Winter bei diversen Rennen in Europa im Einsatz und zeigte dabei durchschnittliche Leistungen. Eines ihrer stärksten Rennen lief sie beim Silvesterlauf in Peuerbach, den sie überlegen gewann.