Im Pulk laufen

© Salzburg Marathon

Während der räumlichen Dimension beim individuellen Trainingslauf in der ruhigen Natur keine Grenzen gesetzt sind, ist der Platz bei einem Marathonlauf oder anderen Wettkampf eng – vor allem in der Anfangsphase des Rennens. Das Laufen im Pulk soll geübt sein, um Zwischenfälle, Kollisionen, Stürze und im schlimmsten Falle Verletzungen zu verhindern. Ein Sicherheitsabstand zum Nebenmann und Umsicht sind empfehlenswert, besonders in außergewöhnlichen Situationen wie Verpflegungsständen. Vor solchen unwillkommenen Ereignissen sind auch Profis nicht gefeit, man erinnere sich an den Sturz von Kenenisa Bekele beim Start des Dubai Marathon 2017. Einerseits ist das Laufen im Pulk sicherlich eine Einschränkung, andererseits bringt es zahlreiche Vorteile.
 

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Motivation und Solidarität

In einer Gruppe entwickelt sich im Laufe eines Rennens automatisch eine solidarische Verbindung, Gedanken und Beziehungen, die gegenseitig motivierend wirken und sich häufig in einer besseren Gesamtleistung auswirkt. Außerdem ist es deutlich einfacher, den eigenen Rhythmus zu halten. Schwieriger ist es dagegen, in einem Pulk den richtigen Rhythmus für sich gleich zu Beginn zu finden. Die Gefahr einer Übermotivation ist bekanntermaßen besonders bei männlichen Läufern groß, die Gefahr, zu langsam loszulaufen und damit seine Ziele zu gefährden, zwar deutlich kleiner, aber ebenso existent. Sprich: Es ist ein wichtiger Bestandteil eines gelungenen Wettkampfs, von den ersten Metern an den gewünschten Rhythmus und damit auch die richtige Gruppe zu definieren und finden.
 

Windschatten

Für das Leistungsdenken gleich wie für das Laufgefühl ein entscheidender Vorteil ist der Schutz vor äußeren Wettereinflüssen, im schlimmsten Fall Gegenwind. In einer Gruppe wirkt dieser weniger störend ein als wenn man alleine unterwegs ist. Die direkte Folge ist ein besserer Energiehaushalt über die Distanz. Wechselt man sich in kleinen Gruppen mit der Führungsarbeit ab, zeugt das von positiver Solidarität.