Genzebe Dibaba in Karlsruhe in Top-Form

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Nach einer mehr als durchwachsenen Wettkampfsaison 2017 hat sich Äthiopiens Laufstar Genzebe Dibaba im Rahmen des Hallen-Meetings in Karlsruhe in Top-Form zurückgemeldet. Fünf Tage vor ihrem 27. Geburtstag lief die Weltrekordhalterin zum Auftakt der IAAF World Indoor Tour der Konkurrenz deutlich davon und stürmte als Solistin zu einer Weltjahresbestleistung von 3:57,45 Minuten. Bei ihrem vierten Sieg in Karlsruhe blieb Dibaba, die von der kenianischen Pacemakerin Nelly Jepkosgei rund 700 Meter lang unterstützt wurde, nur gut zwei Sekunden über ihren Hallen-Weltrekord, den sie vor vier Jahren in Karlsruhe aufgestellt hatte.
 

Klosterhalfen sichert sich Rang zwei

Im Kampf um Platz zwei hatten lange Zeit die Kenianerinnen Beatrice Chepkoech und Winny Chebet die Nase vorne. Unter dem Jubel der rund 4.500 Zuschauer in der ausverkauften Messehalle überholte Konstanze Klosterhalfen die beiden in der vorletzten Runde und lief in einer persönlichen Hallen-Bestleistung von 4:04,00 Minuten auf dem zweiten Platz ins Ziel. „Es war auf jeden Fall ein cooles Rennen. Ich bin mit der Zeit zufrieden“, bilanzierte die 20-Jährige, die immer gerne in Karlsruhe läuft. Dank des starken Finals geriet sogar der 33 Jahre alte deutsche Hallenrekord von Brigitte Kraus (4:03,64 Minuten) in Blick. Als zweitbeste Deutsche überquerte WM-Finalistin Hannah Klein die Ziellinie unmittelbar hinter der Europameisterin Angelika Cichocka auf Rang sechs. 800m-Spezialistin Selina Büchel aus der Schweiz und Hindernis-Star Gesa Krause konnten dem hohen Tempo nicht folgen und belegten die Ränge sieben und neun. Lokalmatadorin Alina Reh musste aufgrund einer Verletzung passen.
 

Gebrhiwet gewinnt äthiopisches Duell

Im 3.000m-Lauf der Herren kam es erwartungsgemäß zum äthiopischen Zweikampf zwischen Hallen-Weltmeister Yomif Kejelcha und Hagos Gebrhiwet. Der 23-jährige Gebrhiwet setzte sich dank einer bärenstarken Schlussrunde in einer neuen Weltjahresbestleistung von 7:37,91 Minuten vor dem 20-jährigen Kejelcha durch. Platz drei sicherte sich der Marokkaner Abdelaati Iduider vor dem besten Europäer Adel Mechaal, amtierender Hallen-Europameister aus Spanien.
 

Lewandowski gewinnt hauchdünn

Die spannendste Laufentscheidung des Tages gab es in der chronologisch ersten, dem 800m-Lauf der Herren. Nach vier Hallen-Runden setzte sich der polnische Hallen-Europameister von 2015 über die Distanz von 800m in einer Zeit von 1:46,90 Minuten mit letzter Kraft und dem winzigen Vorsprung von 0,01 Sekunden vor dem US-Amerikaner Erik Sowinski und mit 0,06 Sekunden Abstand zum drittplatzierten Spanier Saul Ordonez durch. Lokalmatador Christoph Kessler konnte den Kenianer Nicholas Kipkoech hinter sich lassen und belegte Rang fünf.
 

IAAF World Indor Meeting in Karlsruhe

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