Kiptoo und Yemer gewinnen Egmond Halbmarathon

© SIP / René van Zee

Der Kenianer Edwin Kiptoo und die junge Äthiopierin Zeynaba Yemer sind die Sieger der 46. Auflage des traditionsreichen Halbmarathons in Egmond an der holländischen Atlantikküste nördlich von Amsterdam. Dabei boten sich den rund 18.000 Teilnehmerinnen und Teilnehmer, wovon rund 13.500 die Halbmarathon-Distanz absolvierten, im winterlichen Egmond gute Bedingungen. Bei Temperaturen von 6°C führte die Strecke die Läuferinnen und Läufer direkt an die Küste, wo eine Passage den Sanddünen am Strand entlang führt. Außerdem brachte der Südostwind eine große Herausforderung.
 

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Kiptoo als Solist

Trotz des Gegenwinds im ersten Streckendrittel drückte das Elitefeld von Beginn an auf das Feld. Bereits nach drei Kilometern hatten sich Edwin Kiptoo und Leonard Langat vom Rest des Feldes abgesetzt. Nach sieben Kilometern führte der Favorit Kiptoo als Solist und zog bis zum Ziel durch. In einer Zeit von 1:02:36 Stunden erzielte er angesichts der Umstände und der Bedingungen eine starke Leistung und feierte den ersten kenianischen Sieg in Egmond aan Zee seit Wilson Kipsang 2009. Mit über eineinhalb Minuten Rückstand kam Leonard Langat auf Platz zwei ins Ziel, Ronald Kirui komplettierte das Podest. Nur knapp hinter Kirui belegte Abdi Nageeye, Hollands bester Marathonläufer der Jetzt-Zeit, den guten vierten Platz. Stark lief auch der Belgier Koen Naert auf Rang sechs.
 

Spannendes Rennen bei den Damen

Traditionell startet das Elitefeld der Damen in Egmond vor den Herren, das Rennen ist also als Verfolgungsrennen konzipiert. Da aber das Tempo bei den Frauen von Beginn an nicht so hoch war, war früh klar, dass die Verfolgungsjagd an Edwin Kiptoo gehen sollte. Der Kenianer überholte die Damen-Spitze bereits zwei Kilometer vor dem Ziel. Dafür verlief das Rennen um den Sieg um so spannender. Erst bei Kilometer 19 setzte sich Zeyneba Yemer ab und gewann in einer Zeit von 1:12:19 Stunden. Die junge Äthiopierin hatte im Ziel sieben Sekunden Vorsprung auf Evaline Chirchir aus Kenia und zehn Sekunden Vorsprung auf Tadelech Bekele, die als Siegerin des Amsterdam Marathon 2017 als Favoritin gegolten hatte. Im Kampf um den besten Platz einer Lokalmatadorin ließ Jill Holterman überraschend die Marathon-Spezialistinnen Andrea Deelstra und Ruth van der Meijden hinter sich.
 

Ergebnisse Egmond Halbmarathon 2018

Herren
1. Edwin Kiptoo (KEN) 1:02:36 Stunden
2. Leonard Langat (KEN) 1:04:15 Stunden
3. Ronald Kirui (KEN) 1:04:26 Stunden
4. Abdi Nageeye (NED) 1:04:34 Stunden
5. Ben Somikwo (UGA) 1:04:42 Stunden
6. Koen Naert (BEL) 1:05:19 Stunden
7. Yakoub Labquira (MAR) 1:05:24 Stunden
8. Nick van Peborgh (BEL) 1:05:30 Stunden
9. Michel Butter (NED) 1:05:42 Stunden
10. Ronald Schröer (NED) 1:06:18 Stunden
Damen
1. Zeyneba Yemer (ETH) 1:12:19 Stunden
2. Evaline Chirchir (KEN) 1:12:26 Stunden
3. Tadelech Bekele (ETH) 1:12:29 Stunden
4. Enatnesh Alamrew (ETH) 1:12:48 Stunden
5. Hawi Megersa (ETH) 1:12:51 Stunden
6. Jill Holterman (NED) 1:15:21 Stunden
7. Andrea Deelstra (NED) 1:16:07 Stunden
8. Ruth van der Meijden (NED) 1:16:44 Stunden
9. Jacelyn Gruppen (NED) 1:18:08 Stunden
10. Britt Ummels (NED) 1:18:12 Stunden
 
Edmond Halbmarathon

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