Silvesterlauf in Peuerbach mit Olympiasiegerin

© IGLA

Erstmals nimmt eine Olympiasiegerin am traditionsreichen Silvesterlauf im oberösterreichischen Peuerbach teil. Die gebürtige Kenianerin und für den reichen Wüstenstaat Bahrain startende Ruth Jebet gewann in Rio das 3.000m-Hindernisrennen der Damen und ist beim Silvesterlauf 2017 der große Star. Auch wenn sie heuer bei den Weltmeisterschaften von London etwas überraschend ohne Medaille blieb, ist sie in Peuerbach auf der 5.100 Meter langen Strecke, die sich auf sechs Runden aufteilt, die haushohe Favoritin. Vor zwei Jahren allerdings musste sie sich mit Platz zwei zufrieden geben.
Die zweite afrikanische Teilnehmerin ist die erst 18 Jahre alte Peruth Chemutai, die erste Läuferin aus Uganda in der Geschichte des Silvesterlaufs. Dagegen kann die kenianische Titelverteidigerin Angela Tanui aus gesundheitlichen Gründen heuer nicht mitlaufen. Trotz ihrer Jugend nahm die Hindernislauf-Spezialistin bereits an den Olympischen Spielen von Rio und den Weltmeisterschaften von London teil. Ebenfalls eine Favoritin auf eine Podestplatz ist die Serbin Amela Terzic, die in den Jahren 2012 und 2013 in Peuerbach gewonnen hat und ein gern gesehener Gast in Oberösterreich ist.
 

© IGLA
Andreas Vojta (r.) mit den Favoriten Ruth Jebet und Abraham Cheroben sowie Titelverteidiger Victor Chumo (Nr. 1). © IGLA
Andrea Mayr als treue Silvesterlauf-Teilnehmerin

Traditionell sind beim Silvesterlauf in Peuerbach auch einige der besten Läuferinnen und Läufer aus Österreich am Start. Bei den Damen sind dies die sechsfache Berglauf-Weltmeisterin Andrea Mayr (SVS Leichtathletik), Nada Ina Pauer (SVS Leichtathletik) und Lena Millonig (ULC Riverside Mödling), heuer Vierte bei den Junioren-Europameisterschaften im 3.000m-Hindernislauf. Eine weitere starke Läuferin im Feld ist die Tschechin Diana Mezulianikova.
 

Bahrainischer Favorit auch bei den Herren

Traditionell findet beim Silvesterlauf auch eine Teamwertung statt, in diesem Jahr eine Nationenwertung, für die jeweils das beste Resultat bei den Damen und bei den Herren in die Wertung fällt. Bahrain ist der große Favorit, denn neben Ruth Jebet ist auch bei den Herren mit Abraham Cheroben ein für den Bahrain laufender Kenianer der größte Name im Elitefeld. Der 25-Jährige ist heuer wiedererstarkt und lief in Kopenhagen einen Asienrekord im Halbmarathon von 58:40 Minuten. Allerdings kommt Cheroben von den langen Distanzen, während der dreifache Peuerbach-Sieger Victor Chumo aus Kenia und der Deutsche Richard Ringer, der 2014 zeitgleich mit Chumo vorne lag, auf der 6.800 Meter besser zurecht kommen.
 

Illustres Feld

Die stärksten Österreicher im Rennen sind der Vorjahres-Sechste Andreas Vojta (team2012.at), Neo-Marathonläufer Christian Steinhammer (USKO Melk), Stephan Listabarth (DSG Volksbank Wien) und Timon Theuer (DSG Volksbank Wien). Valentin Pfeil (LAC Amateure Steyr) fehlt dagegen aufgrund seiner bei der Crosslauf-EM erlittenen Verletzung an der Achilessehne. Für einen Spitzenplatz bewirbt sich auch der deutsche WM-Teilnehmer und Goldmedaillengewinner bei der Universiade Timo Benitz. Ein interessanter Teilnehmer ist der junge Rumäne Dorin Andrei Rusu, der heuer bei den Junioren-Europameisterschaften in Grosseto den 10.000m-Lauf gewann und über die halbe Distanz die Bronzemedaille ergatterte.
 
Silvesterlauf in Peuerbach