Breites Laufschuhregal

© SIP / Johannes Langer

Wer viel und gerne läuft, braucht Platz im Schuhregal. Zumindest dann, wenn er sich an folgende Faustregel hält: Ein Läufer braucht genauso viele verschiedene Laufschuhe wie die Anzahl der wöchentlichen Laufeinheiten. Diese Korrelation ist nicht unbedingt Erfindung der Laufschuhproduktion, sondern eine sinnvolle Empfehlung.
Zwar ist es auch möglich mit nur einem Paar Laufschuhe über die Runden zu kommen, aber Abwechslung zwischen verschiedenen Modellen, die alle mit dem entsprechenden Fuß harmonieren, bringt einige Vorteile. Denn jedes Modell hat seine Eigenheiten und setzt somit bestimmte Reize auf die Fußmuskulatur, der Körper lernt auf unterschiedliche Belastungen besser zu reagieren. Der Wettkampfschuh sollte natürlich nie ein Experiment, sondern ein vertrautes Modell sein.
 

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Verschiedene Reize und Anreize

Es gibt mehrere Argumente für den Einsatz verschiedener Modelle: Eines der wichtigsten ist der variierende Untergrund. So funktioniert ein Laufschuh auf Asphalt besser, während Trailrunning andere Anforderungen an den Schuh beansprucht. Wer häufiger auf dem Laufband unterwegs ist, sollte auf eine geringe Dämpfung achten, da der Untergrund üblicherweise weicher ist als Asphalt. Lange Dauerläufe erfordern dagegen gut gedämpfte Modelle, während das Laufen in Barfuß-Modellen eine willkommene Abwechslung bildet. Sprich: Das Training definiert zu einem Großteil mit, welches Laufschuh-Modell zum Einsatz kommen sollte.
Verwendet man mindestens zwei unterschiedlich konzipierte Modelle, ist die Gefahr von Überlastungen geringer. Besonders im Spätherbst und Winter kann ein wasserdichter Laufschuh zur Abwechslung ein Segen sein, auch wenn wasserdichte Laufschuhe üblicherweise weniger flexibel und schwerer sind. Und, auch nicht unwichtig: Es entsteht Handlungsspielraum für die optimale modische Harmonie mit der Laufkleidung.
 

Pause für die Laufschuhe

Auch der Laufschuh selbst profitiert von Abwechslung. Das verlängert seine Pausen zwischen den Laufeinheiten, die das Material zur Erholung braucht (z.B. Trocknen). Das verlängert die Lebensdauer des Modells. Abhängig von Körpergewicht und Laufstil liegt die durchschnittliche Lebensdauer eines Laufschuhs (mit Optimalfunktion) bei 600 bis 1.000 Kilometer, Freizeitläufer legen diese Distanz innerhalb eines Jahres oder in einem kürzeren Zeitraum zurück.