Festus Talam kämpft in Eindhoven um Titelverteidigung

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Im vergangenen Jahr hat der Kenianer Festus Talam kurzerhand seine Rolle als Pacemaker verlassen und ist als Sieger über die Ziellinie gelaufen. Damit feierte er ein Klasse-Debüt in einer Zeit von 2:06:26 Stunden, mit dem er die Konkurrenz deutlich in die Schranken wies. Der damals „Leidtragende“ war sein Landsmann Marius Kipserem, der sich mit Platz zwei zufrieden geben musste.
 

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Überraschungssieger 2016: Festus Talam. © SIP / René van Zee
 

Neuauflage

In einem breiten Elitefeld mit insgesamt sieben Läufern, die eine persönliche Bestleistung von unter 2:10 Stunden aufweisen können, kommt es zu einer Neuauflage dieses Duells. Kipserem führt die Meldeliste mit einer persönlichen Bestleistung von 2:06:11 Stunden an und sinnt nach Rache für die Niederlage im Vorjahr. Als Favorit geht allerdings der erst 22 Jahre alte Überraschungssieger aus dem Vorjahr ins Rennen.
Spannend ist auch die Präsenz der Nummer drei der Bestenliste, Masato Imai aus Japan. In Ermangelung einer globalen Meisterschaft im kommenden Jahr sind die japanischen Top-Läufer nicht an Qualifikationsrennen im eigenen Land gebunden und laufen in diesem Herbst vermehrt große Marathonläufe in Europa und Nordamerika. Imai ist mit einer Bestleistung von 2:07:39 Stunden, erzielt beim Tokio Marathon 2015, einer der schnellsten japanischen Marathonläufer aller Zeiten. Allerdings konnte der 33-Jährige, der über reichlich Erfahrung verfügt, die 2:10 Stunden seit damals nicht mehr unterbieten. Diese Negativ-Serie möchte er in Eindhoven beenden, was angesichts eines gut besetzten Pacemaker-Feldes durchaus möglich scheint, sollte er in guter Form sein – auch, weil sich der Eindhoven Marathon über eine hervorragende Wetterprognose freut.
 

Kenianerin Jeptoo Favoriten bei den Damen

Traditionell nicht so gut besetzt ist beim Klassiker in Eindhoven das Rennen der Damen. Als haushohe Favoritin geht die Kenianerin Eunice Jeptoo ins Rennen, die in Enschede 2016 eine Zeit von 2:32:36 Stunden gelaufen ist. Die zweite Kenianerin im Feld ist Marathon-Debütantin Lucy Ndungu. Daher haben auch die europäischen Starterinnen Chancen auf ein Spitzenresultat: die Belgierinnen Hanna Vandenbussche und Karen van Proeyen sowie die Norwegerin Marthe Katrine Myhre, die 2015 den Halbmarathon beim Salzburg Marathon gewinnen konnte.
Eindhoven Marathon