Berlin Marathon der spitzensportlichen Superlativen

© SIP / Johannes Langer

Experten sprechen vom best besetzten Marathonlauf seit 15 Jahren. Rein von den Zahlen her ist es das stärkste Elitefeld aller Zeiten. Erstmals starten beim Berlin Marathon am kommenden Sonntag vier Läufer ins Rennen, die Bestleistungen unter 2:04 Stunden aufweisen können. Alle vier haben in Berlin schon gewonnen, Patrick Makau und Wilson Kipsang sogar mit Weltrekord. Drei aus dem Quartett – Kenenisa Bekele, Eliud Kipchoge, und Kipsang – gelten als die stärksten Marathonläufer der Gegenwart. Ihr großes Ziel lautet, die hochkarätige Konkurrenz zu besiegen. Am besten in einer Zeit unter 2:02:57 Stunden, der aktuellen Weltrekordmarke des Kenianers Dennis Kimetto. Die Klasse bringen alle drei erwiesenermaßen mit, entscheidend sind jedoch auch Rennverlauf und Wetterbedingungen. Letzteres könnte die Sache erschweren. Für die von traumhaftem Laufwetter regelmäßig beglückte Veranstaltung ist die Prognose aktuell in Ordnung. Am Sonntagvormittag soll es bei bewölktem Himmel und möglicherweise leichten Regenschauern optimale Temperaturen geben. Der Wind sollte sich im Zaum halten.
 

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Pacemaking als Trumpf

Dass es Renndirektor Mark Milde gelungen ist, die drei Topstars der Szene nach Berlin zu lotsen, ist eine besondere Leistung. Erst einmal gab es einen Marathon, an dem diese drei Protagonisten teilnahmen. Damals in London 2016 triumphierte Eliud Kipchoge. Doch nicht nur hochkarätige Verpflichtungen für das Herren-Feld sind die große Stärke des Marathons in der deutschen Hauptstadt, auch bei der Auswahl der Pacemaker gab es nie Fehlentscheidungen. Ihre Arbeit ist essentiell für einen Weltrekord und daher ist die Gruppe der Pacemaker auch heuer gut bestückt. Und das müssen sie auch sein, denn die Elite fordert Höchstleistungen und will den Marathon so schnell wie noch nie anlaufen. Das Trio der Tempomacher besteht aus gestandenen Marathon-Profis: Sammy Kitwara belegte zweimal beim Chicago Marathon und vor einem Jahr beim Amsterdam Marathon jeweils den zweiten Platz, Gideon Kipketer wurde im letzten Jahr in Chicago und heuer in Tokio jeweils Dritter und Geoffrey Ronoh ist ein starker Halbmarathonläufer (u.a. Streckenrekord beim Wörthersee Halbmarathon).

Visionärer Olympiasieger

Alleine die Tatsache, dass Eliud Kipchoge nicht als erklärter Topfavorit des Rennens ausgerufen wird, beweist die unheimliche Qualität des Rennens. Denn der 32-Jährige hat eine positive Bilanz in den Duellen sowohl mit Kenenisa Bekele als auch mit Wilson Kipsang (siehe RunAustria-Bericht) und hat in acht Marathonläufen siebenmal den Siegerscheck entgegengenommen – vorwiegend bei den größten und wichtigsten Marathonläufen der Welt wie bei den Olympischen Spielen 2016, als er eine seltene Dominanz an den Tag legte. Sein einziger Berlin-Sieg 2015 ist besonders deshalb in Erinnerung, weil Kipchoge mit heraushängenden Zwischensohlen zu einer Spitzenzeit von 2:04:00 Stunden gestürmt ist.
 

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Der perfekte Ort für einen Weltrekord

„Der Berlin Marathon ist der perfekte Ort, den Weltrekord zu attackieren!“, stellte Kipchoge fest und wünscht sich eine Halbmarathon-Durchgangszeit von 1:00:45 Stunden. Mit höchstem Tempo von Beginn an will der Kenianer wohl auch den endschnelleren Kenenisa Bekele „kaputtlaufen“. Kipchoge könnte mit einem neuen Weltrekord in Berlin vor einer neuerlichen Krönung stehen, die perfekt in eine dezidiert durchdachte Planung, die einer Vision gleichkommt, passen würde. Die ersten Etappen dieser Vision hat Kipchoge schon erfolgreich zurückgelegt – Sieg beim „Clash of Champions“ in London 2016, danach der Olympiasieg in Rio. Einen Schönheitsfehler hatte die „Breaking-2“-Inszenierung mit seinem Sponsor Nike im Mai in Monza, als er um 26 Sekunden an der Zwei-Stunden-Marke scheiterte. Auch wenn das Rennen aufgrund der Inszenierung fernab der gängigen Regeln nicht vergleichbar mit einem den IAAF-Regelrahmen berücksichtigenden City-Marathon ist, hat Kipchoge eine Botschaft in die Welt geschickt, zu welchen Leistungen Läufer fähig sein können. An dieser Messlatte muss er sich in Berlin nun selbst messen, das ist auch mental eine besondere Herausforderung. Kipchoge sagte selbst, dass er einen immensen Druck verspürt, in Berlin eine der Monza-Leistung vergleichbare Darbietung bringen zu müssen. Das nächste Ziel ist also der reguläre Weltrekord, das letzte wichtige Puzzle-Stück, das ihm in seiner Marathon-Karriere noch fehlt. Ob ein Verbesserungsversuch der Zeit von 2:00:25 Stunden in einer ähnlichen PR-Show zukünftig ein weiteres Mal geplant ist, ist offen.

Die Kasse klingelt bereits vor Berlin

Für den Berlin Marathon kündigt Eliud Kipchoge, der zuletzt einen 136-Millionen-US-Dollar (entspricht rund 113 Mio. Euro) schweren Sponsorenvertrag mit dem japanischen Automobil-Hersteller Isuzu unterschrieben hat, eine ähnliche Verfassung wie im Frühjahr in Monza an. Diese Einschätzung teilt auch sein Agent Jos Hermens. In Vorbereitung der Projekts „Breaking-2“ soll Kipchoge in der kenianischen Höhe einen 40km-Lauf in einem Tempo absolviert haben, das für eine Marathon-Endzeit von 2:08 Stunden gereicht hätte – eine beeindruckende Leistung, die eine vielversprechende Basis für den Lauf in der geringen Höhe und auf dem schnellen Kurs in Berlin darstellt. Gelingt der Weltrekord, hat ihm sein neuer Sponsor einen Luxus-Geländewagen versprochen. Kipchoge hält diese Partnerschaft mit dem in Afrika sehr aktiven Autohersteller übrigens als „Win-Win-Situation für beide Seiten“.

Titelverteidiger mit konkreten Plänen

Ähnlich wie Kipchoge verfogt auch Kenenisa Bekele einen detaillierten Plan. Er will in seiner Karriere eine Zeit von ungefähr 2:01:30 Stunden laufen. Das ist das Leistungsoptimum, das der erfahrene Äthiopier für sich selbst möglich hält. Dass er zur Weltklasse auch im Marathon gehört, hat er erst einmal bewiesen. Nämlich im Vorjahr, als er Wilson Kipsang in einem Thriller im Finale abkochte, in einer Zeit von 2:03:03 Stunden die zweitschnellste Marathonzeit aller Zeiten erzielte und dem großen Haile Gebrselassie den äthiopischen Rekord abknöpfte. Ansonsten hat die Marathon-Karriere des 35-Jährigen im Gegensatz zu seiner glorreichen Karriere auf der Bahn einige Dellen. Zwei Aufgaben in Dubai oder der vierte Platz in Chicago 2014. Bekele ist der am wenigsten Konstante aus dem Trio.
 

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Never change a winning tactics

Für eine erfolgreiche Titelverteidigung am Brandenburger Tor hat Bekele wie seine Rivalen auf den WM-Marathon in London verzichtet. Er möchte das Rennen etwas konservativer anlaufen als Kipchoge und hält eine Halbmarathon-Durchgangszeit von 1:01 Stunden oder knapp darüber für die optimale Vorbereitung einer spannenden zweiten Rennhälfte. Der Äthiopier erklärte bei der Pressekonferenz, in besserer Verfassung als bei seinem Vorjahressieg zu sein. „Let’s Run“ zitierte im Vorbericht auf der eigenen Website Bekeles Manager Jos Hermens, der erklärte, dass sein Schützling abgeschottet und im Geheimen trainierte, weshalb eine Einschätzung der Form schwierig sei. Ziel sei es, im Windschatten zu sein, wenn die beiden Konkurrenten den Weltrekord-Angriff starten – die Erfolgstaktik von 2016 also.

Hungriger Ex-Weltrekordhalter

Den Zieleinlauf beim Berlin Marathon 2013 wird Wilson Kipsang nie vergessen. Damals markierte er in einer Zeit von 2:03:23 Stunden einen neuen Weltrekord, der exakt ein Jahr lang hielt. Zwischendurch schien der Routinier nicht mehr in der Lage, Leistungen der Extraklasse hinzulegen, bis der Berlin Marathon 2016 kam und Kipsang seine persönliche Bestleistung als Verlierer im Duell mit Bekele auf eine Zeit von 2:03:13 Stunden verbesserte. Auch der Triumph beim Tokio Marathon 2017 in einer Streckenrekordzeit von 2:03:58 Stunden – der vierten Leistung des 35-Jährigen unter 2:04 Stunden – untermalte, dass Kipsang vor seinem 18. Marathon noch lange nicht zum alten Eisen gehört. Ganz im Gegenteil: Er ist hungrig!
Obwohl er etwas im Schatten seiner beiden Kontrahenten steht, sieht er gute Chancen auf Sieg und Weltrekord – es wäre übrigens sein zehnter Marathon-Sieg, sein zweiter in Berlin. „Ich bin hochmotiviert und meine Vorbereitung war so gut wie noch nie“, richtete er Angriffsparolen an die Konkurrenz und betont einen Vorteil: „Meine Erfahrung. Ich habe schon einen Weltrekord gebrochen. Die anderen beiden nicht. Und das gibt mir das Gefühl, sie schlagen zu können.“
 

Wilson Kipsang beim Berlin Marathon 2016. © SIP / Johannes Langer
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In den Fußstapfen von Haile Gebrselassie

Seine Zielsetzung für die nähere Zukunft: der Weltrekord in Berlin und Siege beim Boston Marathon und Chicago Marathon. Gelänge Letzteres, hätte er bei allen sechs World Marathon Majors triumphiert. „Ich möchte hier in Berlin in die Geschichte eingehen als einer, der den Marathon-Weltrekord zweimal gebrochen hat. Zuletzt ist das vor neun Jahren Haile Gebrselassie gelungen“, so Kipsang. Das Problem dabei: Der Sport ist kein Wunschkonzert und die Konkurrenz könnte nicht stärker sein. „Ich habe Respekt vor den Jungs, aber keine Angst“, hält der Routinier fest. Seine Prognose für Sonntag: Falls die Bedingungen optimal wären und der erste Halbmarathon in einer Zeit von 1:01 Stunden absolviert würde, wäre mit idealer Unterstützung der Pacemaker eine Zeit von 2:02:10 oder 2:02:20 Stunden im Bereich des Möglichen. So berichten kenianische Medien. „Hätte Bekele im letzten Jahr in der entscheidenden Phase bei der Tempogestaltung geholfen, hätten wir den Weltrekord gebrochen“, trat der Kenianer nach und verdeutlichte, dass er mit dem kleinen Äthiopier eine Rechnung offen hat.

Who is the GOAT?

Die Frage nach dem größten Athleten aller Zeiten in einer Sportart ist besonders in den USA eine sehr beliebte. Man denke nur daran, dass die Diskussionen, wer denn der beste Quarterback der Historie sei, sich regelmäßig durch ganze NFL-Saisonen zieht. Aktuell ist aber auch die Frage nach dem GOAT (Greatest of All Time) im Marathonlauf brennend und der Berlin Marathon 2017 wurde zur Veranstaltung ausgerufen, die die Antwort bringen soll. Dazu ist natürlich eine Spitzenzeit, de facto ein Weltrekord, notwendig.

Bedingungslose Zusammenarbeit oder Eigeninteressen?

Klar ist, es war vielleicht noch nie zuvor so schwierig, einen Marathonlauf zu gewinnen wie jenen am Sonntag. Für ein möglichst schnelles Rennen sind aber viele Zutaten erforderlich. Neben den sportlichen Leistungen sowie den organisatorischen und nicht beeinflussbaren Rahmenbedingungen auch die Kooperation der drei Stars untereinander. Denn ob des geplanten Höllentempos werden die Drei inklusive des Pacemaker-Trios bald auf sich alleine gestellt sein. Und die Rivalität ist groß, weshalb individuelle Interessen und strategische Vorlieben den Plan eines rasanten Rennens durchaus beeinträchtigen könnten.
Außerdem könnten persönliche Beziehungen eine Rolle spielen. Eliud Kipchoge und Kenenisa Bekele sind bei Nike unter Vertrag, Wilson Kipsang ist das Aushängeschild von Hauptkonkurrent Adidas. Über seine Laufschuhe macht sich Kipchoge angesichts des Malheurs von 2015 keine Sorgen und hält große Stücke auf seinen neuen Nike Zoom Vaporfly Elite: „Die Technologie hat sich wirklich weiterentwickelt, außerhalb des Vorstellungsvermögens mancher Leute. Ich bin zufrieden mit der Nike-Technologie!“ Eine weitere Gemeinsamkeit zwischen Kipchoge und Bekele ist die Zugehörigkeit zur Agentur Global Sports Communication unter der Leitung des holländischen Agenten Jos Hermens. Während der Äthiopier häufig in Eigenverantwortung trainiert, wird Kipchoge von seinem Freund und vertrauten Coach Patrick Sang betreut. Wilson Kipsang dagegen läuft für die Agentur Volare Sports und wird vom Italiener Renato Canova trainiert, der auch Bekele betreut. Dass die Wirtschaft am Weltrekord ein enormes Interesse hat, zeigen nicht nur die Sportartikel-Hersteller-Giganten Nike und Adidas oder der Sponsoren-Deal von Kipchoge mit Isuzu, sondern auch jener von Bekele mit Vodafone. Die einzige Gemeinsamkeit, die Kipchoge und Kipsang haben, ist ihr Pass. Und wer die kenianische Mentalität kennt, weiß, dass man Erfolge viel eher einem kenianischen Landsmann gönnt als einem Staatsbürger des Erzrivalen Äthiopien.

Makau und die Erinnerungen an seinen Fabellauf vor sechs Jahren

Das Elitefeld des Berlin Marathon hat auch im langen Schatten der drei Stars einiges zu bieten. Doch angesichts der aggressiven Rennstrategie liegt die Aussicht auf einen Sieg aller anderen Läufer praktisch im Bereich des nicht Realisierbaren. Patrick Makau ist zwar ein ehemaliger Weltrekordhalter, hat seit damals, Berlin 2011, aber keine Zeit unter 2:06 Stunden erzielt und ist nur einmal unter 2:08 Stunden geblieben. Die spannendste Frage beim 32-Jährigen ist nicht, ob er mit der Spitze mithalten kann, sondern wie er sich bei seinem ersten WMM-Marathon seit viereinhalb Jahren schlägt und ob er die schnellste Zeit seit Jahren anbieten kann. „Ich werde konservativ starten und ein starkes Finish an den Tag legen“, gibt der ehemalige Weltrekordhalter die Marschrichtung vor.
UPDATE: Patrick Makau wird am Sonntag nicht am Start sein. Er hat kurzfristig abgesagt.
Vincent Kipruto, der bereits in Paris, Frankfurt und Xiamen gewonnen hat und in Rotterdam (zweimal), Chicago und bei der WM in Daegu auf dem Podest gelandet ist, sowie Felix Kandie, Sieger des Prag Marathon 2015 und Zweiter beim Seoul Marathon 2017, sind zwei weitere starke Kenianer, die die optimale Bühne des Berlin Marathon am Sonntag für persönliche Bestleistungen nützen möchten. Ex-Weltmeister Luke Kibet will versuchen, mit seiner Leistung an alte, erfolgreiche Tage zu erinnern.
Der Äthiopier Guye Adola kommt mit Vorschusslorbeeren einiger starker Halbmarathon-Leistungen und bestreitet sein Marathon-Debüt. Ebenfalls ein starker Halbmarathonläufer ist sein Landsmann Mosinet Geremew, der in seinen zweiten Marathon geht.

Blitz-Regeneration für Shitara

Einer der interessantesten Starter im Feld ist der Japaner Yuta Shitara. Der 29-Jährige geht in seinen zweiten Marathon. Das Besondere an ihm ist aber eine Leistung, die beim Startschuss am Sonntag gerade einmal siebeneinhalb Tage alt sein wird. Beim Halbmarathon in Usti nad Labem fixierte er in einer Zeit von 1:00:17 Stunden einen neuen Landesrekord für Japan (siehe RunAustria-Bericht). Ob er nach einer derartig kurzen Regenerationszeit topfit am Start des Berlin Marathon steht, ist eine spannende Frage. Ein derartiger Back-to-Back-Start ist jedenfalls außergewöhnlich. Aufsehen erregte eine Aussage von Shitaras Landsmann Yuki Kawauchi gegenüber „Japan Running News“, der „100%ig“ überzeugt davon ist, dass Shitara den Halbmarathon gemeinsam mit der Spitzengruppe passieren wird. Das würde allerdings die Ernsthaftigkeit der Unternehmung stark in Frage stellen…
Der US-amerikanische Vertreter im Elitefeld der Herren ist Routinier Ryan Vail, der seinen ersten Marathon seit über drei Jahren beenden möchte. „Dieser Marathon ist für mich wie ein Startschuss zu einer neuen Ära in meiner Karriere. Zahlreiche Verletzungen in den letzten Jahren liegen hinter mir, jetzt ist der Blick nach vorne gerichtet. Das Ziel lautet: Olympische Spiele 2020“, ließ er via der US-amerikanischen Plattform „Let’s Run“ ausrichten. Die Strecke in Berlin ist dem 31-Jährigen bekannt, vor drei Jahren nahm er als Pacemaker seiner Landsfrau Shalane Flanagan teil.

Philipp Pflieger greift Bestleistung an

Das deutsche Aushängeschild beim Berlin Marathon 2017 ist Olympia-Teilnehmer Philipp Pflieger, der sich vornimmt, zwei Ziele zu realisieren. Erstens eine neue persönliche Bestleistung, die aktuell bei 2:12:50 Stunden liegt, zweitens die Erfüllung der DLV-Norm für die Europameisterschaften in Berlin 2018, die bei 2:14:00 Stunden liegt. Pflieger strebt aber eine Zeit von unter 2:12 Stunden an, um sich gegen die nationale Konkurrenz einen Vorteil zu verschaffen. Dies hält der Bayer aufgrund seiner aktuellen Topform für möglich, auch die muskulären Probleme, die im Frühjahr einen Start beim Hamburg Marathon verhindert hatten, sind längst überstanden.
Aus der Schweiz sind Christian Kreienbühl, Adrian Lehmann, Andreas Kempf und Marcel Berni am Start. Die EM-Helden von 2016, die im Halbmarathon gemeinsam mit Europameister Tadesse Abraham der Schweiz zu Gold verhalfen, wollen sich wie Pflieger für den EM-Marathon 2018 empfehlen.
 
 
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