Erfolgreiche Titelverteidigung für Peter Kirui bei Kärnten Läuft

© Kärnten Läuft

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Der Kenianer Peter Kirui hat seinen Titel beim Wörthersee Halbmarathon von Velden nach Klagenfurt im Rahmen von Kärnten Läuft erfolgreich verteidigt und damit zum zweiten Mal gewonnen. Der 29-Jährige setzte sich in einer Zeit von 1:00:30 Stunden vor seinen Landsleuten Moses Kibet und Laban Korir durch und war damit 17 Sekunden schneller als im Vorjahr, als das Rennen aufgrund hoher Sommertemperaturen deutlich herausfordernder war. Damit wurde der nach der Absage von Marathon-Weltrekordhalter Dennis Kimetto hoch favorisierte Kenianer seiner Rolle als erster Sieganwärter gerecht, konnte jedoch nicht in die Nähe des angestrebten Streckenrekord von 59:45 Minuten kommen.
 
© Kärnten Läuft / Daniel Raunig
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Peter Herzog mit inoffiziellem Salzburger Landesrekord

Aus österreichischer Sicht setzte Peter Herzog (LC Saalfelden) ein beachtliches Zeichen und verbesserte in einer Zeit von 1:04:43 Stunden seine persönliche Bestleistung um satte 1:43 Minuten. Bei seinem bisher schnellsten Halbmarathon lief der Salzburger im März in Graz zum zweiten Mal in Folge auf das Stockerl der Staatsmeisterschaften, nun gelang dieser gewaltige Entwicklungsschritt, mit dem er deutlich unter seinem eigenen Salzburger Landesrekord blieb. Allerdings handelt es sich beim Wörthersee Halbmarathon um eine Punkt-zu-Punkt-Strecke, womit Bestleistungen und Rekorde aus regeltechnischen Gründen offiziell nicht anerkannt werden können. Der 30-Jährige kam als Neuntschnellster ins Ziel und belegte als einziger Österreicher einen Top-Ten-Platz.

Gelungene Generalprobe für Pflieger

Damit stahl der Salzburger auch den Lokalmatadoren die Show. Schnellster Kärntner war der aus Kenia stammende Edwin Kemboi (KLC) auf Rang 15 in einer Zeit von 1:09:09 Stunden. Kemboi erzielte hinter Herzog und Stephan Listabarth (DSG Volksbank Wien) die drittbeste österreichische Platzierung. Christian Robin (LC Villach) folgte 17 Sekunden später auf dem 17. Gesamtrang. Bester Nicht-Kenianer war der deutsche Olympia-Teilnehmer im Marathon, Philipp Pflieger, der in einer Zeit von 1:03:51 Stunden Rang acht erzielte. Damit blieb der Deutsche eine Sekunde über seiner persönlichen Bestleistung und feierte eine gelungene Generalprobe für den Berlin Marathon. Der in Bayern lebende Eritreer Filimon Abraham, im Frühjahr Gewinner des Halbmarathons beim Salzburg Marathon, belegte Platz 13.

Kibiwot gewinnt bei den Damen

Wie bei den Herren lieferte auch das Rennen der Damen einen Favoritensieg. Viola Kibiwot, eine ehemals sehr erfolgreiche Bahnläuferin, die im Frühjahr beim Hamburg Marathon ihre Premiere über die 42,195 Kilometer gegeben hat, siegte in ihrem ersten wichtigen Halbmarathon auf der internationalen Wettkampfbühne in einer Zeit von 1:10:15 Stunden (damit logischerweise auch persönliche Bestleistung). Lange Zeit hielt ihre Landsfrau Stellah Barsosio gut mit, musste sich am Ende jedoch um 17 Sekunden geschlagen geben. Lucy Murigi komplettierte das rein kenianische Podest. Als beste Kärntnerin kam wie schon 2016 Michaela Zwerger (LC Villach) ins Ziel und wurde damit auch Landesmeisterin. Sie erzielte in einer Zeit von 1:24:10 Stunden den sechsten Platz.
 

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Stimmungsvolles Laufsport-Wochenende

Die 16. Auflage von Kärnten Läuft überzeugte erneut mit einem breiten Bewegungsangebot für jeden Typ Läuferin und Läufer, verteilt auf drei Tage. Trotz eines kurzen Wettertiefs am Samstag feierte Klagenfurt ein stimmungsvolles Laufsport-Fest mit knapp 8.000 angemeldeten Teilnehmern und wurde damit seinem Ruf als Höhepunkt des österreichischen Laufsport-Sommers einmal mehr gerecht.
 

© Kärnten Läuft
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Ergebnisse Wörthersee Halbmarathon

Herren
1. Peter Kirui (KEN) 1:00:30 Stunden
2. Moses Kibet (KEN) 1:00:44 Stunden
3. Laban Kroir (KEN) 1:01:45 Stunden
4. Ezrah Sang (KEN) 1:02:00 Stunden
5. Hillary Kiaiyo (KEN) 1:02:03 Stunden
6. Edwin Kiptoo (KEN) 1:03:15 Stunden
7. Robert Kirui (KEN) 1:03:19 Stunden
8. Philipp Pflieger (GER) 1:03:51 Stunden
9. Peter Herzog (AUT) 1:04:43 Stunden
10. Roland Kariuki (KEN) 1:05:06 Stunden

13. Stephan Listabarth (AUT) 1:07:45 Stunden
15. Edwin Kemboi (AUT) 1:09:09 Stunden
17. Christian Robin (AUT) 1:09:26 Stunden
Damen
1. Viola Kibiwot (KEN) 1:10:15 Stunden
2. Stellah Barsosio (KEN) 1:10:37 Stunden
3. Lucy Murigi (KEN) 1:13:52 Stunden
4. Marta Galimany (ESP) 1:14:18 Stunden
5. Caroline Gitonga (KEN) 1:16:55 Stunden
6. Michaele Zwerger (AUT) 1:24:10 Stunden
7. Carola Bendl-Tschiedel (AUT) 1:24:25 Stunden
8. Antonia Luchini (AUT) 1:25:52 Stunden
9. Constance Mochar (AUT) 1:26:58 Stunden
10. Evgeniia Zhgir (RUS) 1:27:29 Stunden
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