Afrika will Leichtathletik-WM 2025 austragen

Hamad Kalkaba Malboum, Präsident des Afrikanischen Leichtathletik-Verbandes, hat IAAF-Präsident Sebastian Coe Pläne vorgestellt, die Leichtathletik-Weltmeisterschaften 2025 erstmals auf dem afrikanischen Kontinenten auszutragen. „Algerien, Ägypten, Kenia, Marokko, Nigeria und Südafrika – diese sechs Nationen haben die wirtschaftliche Kraft ein solches Sportereignis zu organisieren“, erklärt der Kameruner und hofft auf entsprechende Bewerbungen. „2023 kommt zu früh, aber 2025 haben wir eine Chance.“
Große Hoffnungen setzt er insbesondere in Kenia, das mit seiner Hauptstadt Nairobi die Jugend-Weltmeisterschaften 2017 erfolgreich veranstaltet hat. Auch die Organisation der Crosslauf-Weltmeisterschaften in Uganda im März gelang. „Viel wird vom politischen Willen abhängen“, glaubt Malboum. Diesen sieht er insbesondere in Kenia gegeben. Von Seiten der IAAF kamen ebenfalls positive Signale. „Wir wollen mehr Events in Afrika austragen. Jeder, der die U18-WM in Nairobi mit diesem fantastischen Publikum erlebt hat, weiß warum. Afrika ist eine interessante Destination für die Leichtathletik“, so Coe.
Die beiden Großevents in diesem Jahr auf afrikanischem Boden wurden von vielen europäischen Verbänden ignoriert, offiziell aus Sicherheitsbedenken. Das ist auch Malboum bewusst, der diesbezüglich Überzeugungsarbeit leisten möchte. Die Weltmeisterschaften 2019 finden in Doha statt, 2021 veranstaltet mit Eugene erstmals die USA eine Leichtathletik-WM. Der Bewerbungsprozess für die Titelkämpfe 2023 läuft noch, hier scheint Budapest aktuell die besten Karten zu haben.

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