Außenseiter Milaw gewinnt Stockholm Marathon

© Stockholm Marathon / Tommy Berlin

Der 39. ASICS Stockholm Marathon mit Ziel im alt ehrwürdigen Olympiastadion der schwedischen Hauptstadt, in dem vor 105 Jahren die fünften Olympischen Spiele der Moderne ausgetragen wurden, ist mit einer Überraschung zu Ende gegangen. Der Äthiopier Abrha Milaw, eigentlich als Tempomacher engagiert, erwies sich im Finale als der Stärkste und lief durch, um nach 2:11:36 Stunden das Zielband zu durchtrennen. Damit gewann er das Rennen überraschend vor seinem Landsmann Samuel Getachew und Samuel Kalalei aus Kenia.
 

© Stockholm Marathon / Tommy Berlin
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Favoriten chancenlos

Mit der Ambition ausgestattet, den im vergangenen Jahr durch den Kenianer Stanley Koech aufgestellten Streckenrekord von 2:10:58 Stunden zu verbessern, startete das Feld der Herren ins Rennen. Eine größere Gruppe passierte den Halbmarathon in einer Zeit von 1:04:55 Stunden, man lag auf Kurs. Bei Kilometer 25 gab es die erste Überraschung, Mitfavorit Yuki Kawauchi, vom Veranstalter mit der Startnummer eins betraut, verlor den Anschluss. Vorne wurde die Spitzengruppe immer kleiner und gleichzeitig das Tempo immer langsamer. Bei Kilometer 40 fand sich Milaw plötzlich alleine an der Spitze und vollende das Werk. Mitfavorit Daniel Yator sicherte sich Rang vier, Kawauchi konnte dank eines guten Finals immerhin Rang sechs in einer Zeit von 2:14:04 Stunden absichern.

Äthiopischer Sieg bei den Damen

Die Entscheidung im Rennen der Damen, bei dem die ersten Streckenhälfte exakt nach 1:18 Stunden absolviert war, fiel nach der 35km-Marke, als sich die Äthiopierin Konjit Tilahun von ihren Rivalinnen absetzte. Tilahun gewann in einer Zeit von 2:35:45 Minuten mit einer Viertelminute Vorsprung auf ihre Landsfrau Balaynesh Shifera. Alice Kibor aus Kenia belegte den dritten Platz.
 

Ergebnisse Stockholm Marathon

Herren
1. Abrha Milaw (ETH) 2:11:36 Stunden
2. Samuel Getachew (ETH) 2:12:27 Stunden
3. Samuel Kalalei (KEN) 2:12:36 Stunden
4. Daniel Yator (KEN) 2:13:13 Stunden
5. Mike Mutai (KEN) 2:13:22 Stunden
6. Yuki Kawauchi (JPN) 2:14:04 Stunden
7. Eric Kering (KEN) 2:15:15 Stunden
8. Shumi Dechasa (BRN) 2:15:35 Stunden
9. John Cheruiyot (KEN) 2:16:19 Stunden
10. Abdellatif Meftah (FRA) 2:16:52 Stunden
Damen
1. Konjit Tilahun (ETH) 2:35:45 Stunden
2. Balaynesh Shifera (ETH) 2:36:00 Stunden
3. Alice Kibor (KEN) 2:36:19 Stunden
4. Tiruwork Mekonen (ETH) 2:37:03 Stunden
5. Yoshiko Sakamoto (JPN) 2:41:34 Stunden
6. Mikaela Larsson (SWE) 2:42:21 Stunden
7. Lisa Ring (SWE) 2:43:14 Stunden
8. Charlotte Karlsson (SWE) 2:45:21 Stunden
9. Ida Maria Nicklasson (SWE) 2:45:30 Stunden
10. Karoline Guidon (NOR) 2:46:04 Stunden
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