Ansprechende Leistungen beim Läufermeeting in Pliezhausen

Beim Läufermeeting in Pliezhausen, das traditionell den Saisonauftakt für zahlreiche Leichtathletinnen und Leichtathleten aus dem deutschsprachigen Raum darstellt, zeigten Läuferinnen und Läufer aus Deutschland, Österreich und der Schweiz teilweise über selten gelaufene Distanzen, für die dieses Sportfest ebenfalls bekannt ist, ansprechende Leistungen. Aus österreichischer Sicht sticht der Auftritt der jungen Anna Baumgartner (SU IGLA long life) ins Auge, die ihre persönliche Bestleistung im 3.000m-Lauf um drei Sekunden auf eine Zeit von 9:43,36 Minuten steigerte und damit sowohl das Limit für das European Youth Olympic Festival (EYOF) im ungarischen Györ als auch jenes für die Junioren-WM in Nairobi, die der ÖLV links liegen lässt, unterbot. Im A-Lauf kam die Oberösterreicherin auf Rang vier ins Ziel und hatte nur wenig Rückstand auf die Schweizerin Aude Salord und die Deutsche Christina Gerdes, die die Ränge zwei und drei einnahmen. Überlegene Siegerin war die Polin Matylda Kowal, die eine Zeit von 9:09,74 Minuten benötigte.
 

© Selina Büchel / Website
Die zweifache Hallen-Europameisterin Selina Büchel (im Bild 2015) erlebte in Pliezhausen einen dürftigen Einstieg in die Freiluftsaison. © Selina Büchel / Website
Schlumpf mit Schweizer Bestleistung im 2.000m-Hindernislauf

Die Schweizer Olympia-Finalistin Fabienne Schlumpf konnte in Pliezhausen ein weiteres Mal ihre gute Frühform zur Schau stellen und schaffte im 2.000m-Hindernislauf, eine Distanz, die üblicherweise nur der Jugendklasse vorbehalten ist, eine neue Schweizer Bestleistung aufstellen. Die 26-Jährige siegte in einer Zeit von 6:20,33 Minuten mit drei Sekunden Vorsprung auf Jana Sussmann aus Deutschland. Ronja Böhrer komplettierte mit großem Rückstand das Podest. Schlumpf war jedoch nicht ganz zufrieden: „Ich wäre gerne noch etwas schneller gelaufen. Die Hindernisse gelangen mir noch nicht wie gewünscht. Nun weiß ich aber, woran ich im Training noch arbeiten muss.“

Hering besiegt Büchel

Über 1.000m freute sich die aktuell in Deutschland lebende Nada Ina Pauer (SVS Leichtathletik) über eine persönliche Bestleistung von 2:51,47 Minuten. Damit belegte sie Rang acht. Charline Mathias (2:42,99 Minuten) und Vera Hoffmann feierten einen Doppelsieg für Luxemburg, die Schweizerin Stefanie Barmet wurde noch vor der besten Deutschen, Katharina Trost Dritte.
Über 600m feierte die Münchnerin Christina Hering in einer Zeit von 1:27,68 Minuten einen beachtlichen Erfolg. Schließlich besiegte die Deutsche unter anderem 800m-Hallen-Europameisterin Selina Büchel, die hinter Jana Reinert aus Deutschland nur Dritte wurde. Beste Österreicherin war Carina Schrempf (Union St. Pölten) auf Rang sechs.

Überraschung über 600m der Herren

Einen überraschend deutlichen Sieg feierte der junge Holländer Tony van Diepen im 600m-Lauf der Herren. In einer Zeit von 1:16,58 Minuten war er exakt eine Sekunde schneller als der 20-jährige Robert Farken aus Deutschland, Dritter wurde der ehemalige polnische EM-Medaillengewinner im 800m-Lauf, Artur Kuciapski.
Im 1.000m-Lauf siegte Timo Benitz in einer Zeit von 2:21,99 Minuten vor Baptiste Mischler aus Frankreich und dem Deutschen Pascal Kleyer. Im B-Lauf erzielte Felix Rüger die insgesamt drittschnellste Zeit.
Über 3.000m siegte Marcel Fehr in einer Zeit von 8:04,70 Minuten vor Stefan Hettich und Jonas Raess aus der Schweiz. Im 2.000m-Hindernislauf gewann Martin Grau in einer Zeit von 5:37,36 Minuten exakt eine Sekunde vor Tim Stegemann. Andrea Sanguinetti aus Italien komplettierte das Podest.