Marathonlaufen im Iran fern der Gleichberechtigung

Am kommenden Wochenende findet in der iranischen Hauptstadt Teheran zum ersten Mal ein Marathon statt. Was in der westlichen Welt selbstverständlich ist, nämlich gemischt-geschlechtliche Starterfelder, ist im Iran auf gesetzlicher Basis noch ganz anders. Während die Männer am Freitag ihre 42,195 Kilometer unter freiem Himmel bestreiten, sind Frauen zwar startberechtigt (was im Iran leider auch nicht selbstverständlich ist), allerdings absolvieren sie parallel einen Kurs in einer Halle. „Ich persönlich bin damit natürlich nicht einverstanden“, erklärt der Niederländer Sebastiaan Straten, der den Fortschritt des Laufsports im Iran unterstützt, in einem Bericht der Washington Post. „Wir sind auf der Suche nach besseren Wegen, den Frauenlaufsport im Iran entscheidend weiterzuentwickeln.“