Laufen bekämpft Wintermüdigkeit

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Das Phänomen der Wintermüdigkeit existiert wirklich. Es ist kein trügerisches Gefühl, das sich im Körper festsetzt und über die emotionale Ebene ihre große Wirkung ausstrahlt. Grund für das Eintreten der Wintermüdigkeit ist wie der Name schon verrät die Jahreszeit oder besser gesagt deren Eigenschaften: kürzere Tage, längere Nächte, trüber Nebel, wenig Sonnenlicht. Auf diese Umstände reagiert das Hormon Melatonin, dessen Funktion es ist, in den Nachtstunden für gesunde Müdigkeit und dementsprechend erholsamen Schlaf zu sorgen. Bei Helligkeit senkt der Körper seinen Melatonin-Spiegel, überwiegt jedoch Dunkelheit oder mangelnde Helligkeit, bleibt der Melatonin-Spiegel im Blut auch tagsüber hoch. Und das äußert sich in Müdigkeit, Antriebslosigkeit und Lustlosigkeit.
Demotivierende Stimmung und Müdigkeit sind nicht unbedingt die förderlichsten Umstände für ein starkes Immunsystem, das die Gesundheit gewährleisten soll. Experten sprechen im schlimmsten Fall vom „Seasonal Affective Disorder Syndrom“, welches sich nach Erkenntnissen US-amerikanischer Wissenschaftler in Form von kognitiven Defiziten auch noch negativ auf die Denkleistung der Menschen auswirken kann.
 

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Aktiv sein bringt den Körper in Schwung

Das Gute ist, im Kampf gegen den zu hohen Melatonin-Spiegel ist Aktivität zu taghellen Tageszeiten ein probates Mittel, den eigenen Antrieb mit Energie zu versorgen. Daher empfiehlt es sich, im Winter die Laufrunde von den frühen Morgen- oder späten Abendstunden, wenn die Dämmerung das Tageslicht noch zurückhält oder längst wieder verdrängt hat, in die Mittagsstunden zu verlegen. Eine kurze Laufrunde an der frischen Winterluft, vielleicht in der Mittagspause, reicht bereits, um die eigene Wintermüdigkeit zu besiegen. Dabei darf durchaus der Genuss im Vordergrund stehen, im Sinne einer lockeren Einheit zusätzlich zum eigentlichen Trainingsprogramm. Das durch regelmäßige Bewegung ausgeschüttete Glückshormon Serotonin sorgt zusätzlich für das richtige Gleichgewicht im Hormonspiegel und drängt das Melatonin in die Defensive.
Tagsüber genügend Zeit an der frischen Luft zu verbringen und dabei aktiv zu sein, hat einen weiteren Vorteil. Sonnenlicht fördert die körperinterne Produktion von Vitamin D, dessen Mangel ebenfalls zu Müdigkeit führt und auch noch das Immunsystem schwächt. Ein optimaler Vitamin-D-Spiegel kämpft ebenfalls tatkräftig gegen Müdigkeit an.