Laufboom in China – inhaltliche Diskussionen nach Todesfällen

328 Marathon-Veranstaltungen zählte der Chinesische Leichtathletik-Verband (CAA) laut einer Meldung der chinesischen Nachrichtenagentur Xinhua 2016 – also offiziell angemeldete. Im vergangenen Jahr waren es lediglich 134, 2014 gar nur 51. Noch rasanter als die Anzahl an Laufevents steigt also der Versuch, eine qualitative Linie in die chinesischen Laufevents zu bringen. Diesbezüglich sind viele chinesische Läufer nämclih schwer unzufrieden, da bei vielen Veranstaltungen organisatorisches Chaos herrscht.
Der Grund für den Laufboom in China ist laut Angaben von Xinhua das steigende Bewusstsein in der Bevölkerung, wie wichtig ein gesunder Lebensstil ist. Laufen kommt als zielorientierte Freizeitaktivität bei den klischeehaft als nicht-sportliches Volk bekannten Chinesen immer besser an. Aktuell geht aber die gesundheitliche Diskussion in eine andere Richtung. Vor kurzem starben zwei Teilnehmer an einem Halbmarathon in Xiamen, 14 tote Läufer musste das riesige Reich der Mitte in den vergangenen Jahr beklagen. Offizielle sagen, dass viele die Anstrengung eines langen Laufes in der Vorbereitung unterschätzen und auf Gesundheitschecks verzichten. Kritik geht aber auch an die Veranstalter. Bei einem der Verstorbenen von Xiamen stellten die Ermittler fest, dass dieser gar nicht angemeldet war und verbotenerweise einfach die Startnummer von einem registrierten Läufer übernommen hatte.