Konstanze Klosterhalfen stürmt überlegen zur Titelverteidigung

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Konstanze Klosterhalfen hat bei den Crosslauf-Europameisterschaften an der Südspitze Sardiniens erneut unter Beweis gestellt, dass sie aktuell die heißeste Aktie im europäischen Juniorinnen-Laufsport der Mädchen ist. Wie bereits im vergangenen Jahr in Hyères konnte die 19-Jährige den Crosslauf-EM-Titel in der Klasse U20 gewinnen. Doch im Unterschied zu 2015 dominierte sie das Rennen in Chia deutlicher und setze sich bereits frühzeitig vom Rest des Feldes ab. Die One-Woman-Show über 4.150 Meter endete nach exakt 12:26 Minuten mit einem erfrischenden und herzlichen Siegesjubel.

Taktik aufgegangen

„Ich wollte mein eigenes Rennen laufen und bereits vor der Ziellinie alle Konkurrentinnen distanziert haben. Deshalb habe ich mich von Beginn an gepuscht“, zeigte sich Klosterhalfen mit dem letzten Rennen einer langen und äußerst gelungenen Saison mit dem Höhepunkt Olympia-Teilnahme zufrieden. Zuletzt gelangen der Britin Steph Twell Mitte des ersten Jahrzehnts im laufenden Jahrhundert zwei Crosslauf-EM-Titel bei den Juniorinnen in Folge.

Viel Talent auf der Strecke

Obwohl Klosterhalfen das Rennen deutlich dominierte, war sie nicht die einzige hochtalentierte europäische Läuferin, die in diesem Rennen aufzeigen konnte. Eine glänzende Leistung mit einem starken Finale zeigte Anna Emilie Möller, aktuell der aufgehende Stern am dänischen Laufhimmel. „Konstanze war stark und etwas zu schnell für mich, um in den Kampf um Gold eingreifen zu können. Ich denke, mit der Silbermedaille kann ich sehr zufrieden sein“, sagte die 19-Jährige, die sichtlich bis zum letzten Zentimeter des Rennens alles aus sich herausgeholt hatte.
Die Bronzemedaille auf der schnellen und nicht einfachen Strecke ging an die Britin Harriet Knowles-Jones, die bereits vor einem Jahr auf dem Podest gestanden hat. Sie verteidigte Rang drei knapp vor Alina Reh, dem zweiten großen Lauftalent aus Deutschland. Kurz hinter der Ziellinie konnte Reh ihre Enttäuschung über die um eine Sekunde verpasste Medaille nicht verbergen.

Sclabas stark, Gold für Großbritannien

Trotz der starken Leistungen von Klosterhalfen und Reh reichte es in der Teamwertung für den DLV nur zu Silber, weil das Team Großbritanniens mit vier Läuferinnen unter den besten Elf in der Dichte stärker war. Bronze ging an die Niederlande.
Für das Schweizer Team reichte es in der Teamwertung lediglich zu Rang elf. Herausragend war allerdings das Einzelresultat der erst 16 Jahre alten Delia Sclabas, die mit Europas Klasse der Juniorinnen bestens mithalten konnte und am Ende den bärenstarken sechsten Platz belegte. Auch der 15. Platz von Lara Alemanni ist eine Erwähnung wert. Weniger erfolgreich verlief das Rennen für die einzige Österreicherin: Cornelia Wohlfahrt (KLC) kam lediglich auf Position 69 ins Ziel.
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Ergebnisse Crosslauf-Europameisterschaft der Mädchen (4,15 km)

Gold: Konstanze Klosterhalfen (Deutschland) 12:26 Minuten
Silber: Anna Emilie Möller (Dänemark) 12:43 Minuten
Bronze: Harriet Knowles-Jones (Großbritannien) 12:52 Minuten
4. Alina Reh (Deutschland) 12:53 Minuten
5. Jasmijn Lau (Niederlande) 12:57 Minuten
6. Delia Sclabas (Schweiz) 12:58 Minuten
7. Lucia Rodriguez (Spanien) 13:06 Minuten
8. Cecile Lejeune (Frankreich) 13:12 Minuten
9. Amelia Quirk (Großbritannien) 13:12 Minuten
10. Victoria Weir (Großbritannien) 13:16 Minuten

15. Lara Alemanni (Schweiz) 13:26 Minuten
18. Lisa Oed (Deutschland) 13:30 Minuten
34. Miriam Dattke (Deutschland) 13:41 Minuten
49. Antonia Schiel (Deutschland) 13:57 Minuten
59. Kerstin Rubin (Schweiz) 14:11 Minuten
69. Cornelia Wohlfahrt (Österreich) 14:34 Minuten
74. Valerie Widmer (Schweiz) 14:43 Minuten

Teamwertung (vier Läuferinnen gewertet)

Gold: Großbritannien 33 Punkte
Silber: Deutschland 57 Punkte
Bronze: Niederlande 71 Punkte
4. Frankreich 89 Punkte
5. Spanien 99 Punkte
6. Türkei 112 Punkte
7. Italien 115 Punkte
8. Dänemark 122 Punkte
9. Polen 148 Punkte
10. Irland 148 Punkte
11. Schweiz 154 Punkte
Crosslauf-Europameisterschaften 2016 in Chia

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