Vielfalt schützt vor Verletzungen

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Sportler, die sich auf eine Sportart spezialisieren, erleiden bei der Ausübung dieser fast doppelt so häufig Verletzungen im unteren Körperbereich als Sportler, die sich nicht auf eine Sportart spezialisieren. Diese Erkenntnis wurde nun laut einem Bericht der US-amerikanischen Tageszeitung „USA Today“ durch eine Studie der University of Wisconsin School of Medicine and Public Health bestätigt.

Bewusstseinsbildung des Verletzungsrisikos

Die Forscher begleiteten über 1.500 Schüler, die an diversen Highschools im US-Bundesstaat Wisconsin universitären Sport ausübten, durch das Schuljahr 2015/2016. Dabei erzielten sie sogar noch deutlichere Resultate: Die Verletzungshäufigkeit bei den jungen Sportlern, die sich auf eine Sportart spezialisierten, war um 60% höher als bei jenen, die flexibler und abwechslungsreicher trainierten. „Wir sind schon immer davon ausgegangen, dass durch die einseitige Überbelastung eines bestimmten Körperteils das Risiko einer Verletzung bei Sportlern, die sich spezialisieren, höher ist. Unsere Trainer, aber auch die jungen Sportler und deren Eltern müssen sich diesem Risiko bewusst sein“, erklärt Bob Gardner, Geschäftsführer des nationalen Verbandes der staatlichen High-Schools.

Kein eintöniges Training mit Jugendlichen

Aus trainingswissenschaftlicher Sicht spielt natürlich ein Aspekt an dieser Studie eine ganz besondere Rolle. Denn bei Schülern ist der Körper noch nicht vollständig ausgewachsen. Eine zu frühe totale Spezialisierung auf eine Sportart kann nicht nur kurzfristig, sondern auch langfristig zu körperlichen und gesundheitlichen Schäden führen. Das gilt für sämtliche Sportarten, auch für den Ausdauersport. Dementsprechend muss es ein Ziel für Trainer sein, das Training mit Jugendlichen so abwechslungsreich zu gestalten, wenn man sich für eine Sportart spezialisieren möchte. Dies ist freilich in vielen Sportarten leichter als im Laufsport.