Homiyu Tesfaye fliegt aus DLV-Fördertöpfe

Der nach Deutschland emigrierte, gebürtige Äthiopier Homiyu Tesfaye hat seine Zusammenarbeit mit DLV-Cheftrainer Wolfgang Heinig beendet und seinen Wohnort nach St. Moritz verlegt. Der 23-Jährige hat sich von der Bundeswehr abgemeldet und fliegt daher aus allen Fördertöpfen des Deutschen Leichtathletik-Verbandes. Ehemals zurecht als größtes Talent der deutschen Mittelstreckenszene angesehen – und eines der größten Europas – bezeichnet ihn Heinig nun als „nicht steuerbar und deshalb nicht förderwillig. Ich bin maßlos enttäuscht.“
Seit einem Jahr ist Tesfaye mit der neun Jahre älteren Maryam Jamal liiert. Sie, Äthiopierin, die eigentlich Zenebech Tola heißt und aus dem selben Dorf stammt wie Haile Gebrselassie, lebt sein rund einem Jahrzehnt in der Schweiz und startet für den Bahrain. Ihre beeindruckenden Erfolge: Weltmeisterin 2007 und 2009, Olympia Silbermedaillengewinnerin im dopingverseuchten Rennen in London – jeweils über 1.500m. Sie ist Tesfayes finanzielles Standbein und die Expertise für die sportliche Karriere. Laut Berichten der Frankfurter Allgemeinen Zeitung (FAZ) hat sich Tesfaye seit der Verlobung mit Jamal stark zurückgezogen und isoliert. Nun vertraut er augenscheinlich nur mehr seiner in St. Moritz lebenden Lebenspartnerin und ist für den DLV nicht mehr greifbar.

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