Dehnen: vor oder nach dem Lauf?

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Viele Läuferinnen und Läufer vertreiben sich mit Dehnübungen in der Startaufstellung eines Rennens die Zeit, mit dem Ziel, den Körper warm zu halten. Dabei sind Dehnübungen vor dem Lauf nicht wirklich hilfreich. Bei zu intensivem Dehnen vor dem Lauf kann sogar die Leistungsfähigkeit während des anschließenden Laufs leiden.
Vor dem Lauf, das gilt sowohl bei Wettkämpfen als auch bei Trainings, empfehlen Experten ein konsequentes Aufwärmen gefolgt von Sprungübungen zur Lockerung und bestenfalls leichtes, dynamisches Dehnen. Demgegenüber steht allerdings eine größere Studie aus Kalifornien, die kaum nennenswerte Unterschiede in der Verletzungshäufigkeit zwischen Läufern, die sich vor dem Laufen dehnen, und Läufern, die ohne Dehnen losliefen, feststellte.
 

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Dehnübungen beschleunigen Regeneration

Dagegen ist statisches Dehnen direkt nach dem Training oder einem Wettkampf sinnvoll. Viele Läufer nehmen sich dafür zu wenig Zeit. Denn mit den Dehnübungen beschleunigt man die Entspannung der Muskulatur und setzt einen ersten wichtigen Schritt zur Regeneration. Je höher die Beanspruchung während der sportlichen Einheit war, desto behtusamer sollten die Dehnübungen ausfallen. Denn intensive sportliche Aktivität hinterlässt kleine Verletzungen in der Muskulatur, die bei intensivem Streichung drohen, erschwert zu werden.

Dehnen nur mit aufgewärmten Muskeln

Generell sind Dehnübungen für Sportler sinnvoll, da sie das Verletzungsrisiko verringern, die Beweglichkeit und die Flexibilität der Muskeln erhöhen und das Körpergefühl verbessern können. Essentiell wichtig ist es, die Muskulatur vor dem Dehnen aufzuwärmen. Aus der US-Sportwissenschaft kamen in den vergangenen Jahren allerdings einzelne Experten-Stimmen, die grundsätzliche die Notwendigkeit von Dehnübungen für Läufer verneinten.