Kipchirchir gewinnt French Riviera Marathon mit Bestleistung

© Veranstalter / Mouve-up.com

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Der Kenianer Elisha Kipchirchir hat bei der 9. Auflage des French Riviera Marathon, auch bekannt unter der Bezeichnung Marathon des Alpes Maritimes, seine persönliche Bestleistung um rund zwei Minuten verbessert und damit das Rennen entlang der südfranzösischen Cote d’Azur in einer Zeit von 2:10:44 Stunden gewonnen. Auf der nicht-rekordtauglichen Strecke von Nizza nach Cannes passierte das von Pacemakern angeführte Elitefeld der Herren den Halbmarathon in einer Zeit von 1:05:02 Stunden.

Sugut lässt abreißen

Danach bestimmte ein Quintett das Rennen, welches erstmals bei Kilometer 32 dezimiert wurde. Überraschenderweise war es Henry Sugut, der bereits dreimal den Vienna City Marathon gewinnen konnte, dessen beste Zeiten aber längst vergangen zu sein scheinen, der als Erster das Tempo nicht mehr mitgehen konnte. Zu diesem Zeitpunkt bereits weiter zurückgefallen war sein Landsmann Eliud Kiplagat, 2013 Sieger und amtierender Streckenrekordhalter beim Salzburg Marathon. Sugut sollte das Ziel am Ende als Vierter erreichen, Kiplagat belegte Position sieben.

Ausscheidungsrennen

Je länger der Marathon dauerte, desto langsamer wurde das Tempo. Und dennoch ergab sich ein klassisches Ausscheidungsrennen. Erst fiel im Finale Nixon Machichim, Sieger des Lyon Marathon, zurück, wenig später der Äthiopier Azmeraw Mengistu. Und so sollte sich das Rennen in einem rein kenianischen Duell entscheiden. Kipchirchir attackierte an der 40-Kilometer-Marke und öffnete eine Lücke, die nicht wieder geschlossen werden konnte. „Das war ein gutes Rennen. Meine Strategie war es, auf den letzten Kilometern so hart wie möglich zu puschen. Das ist gelungen und ich bin glücklich, dass ich Bestzeit gelaufen bin“, freute sich der Sieger. Mit einer halben Minute Verspätung erreichte Felix Kimutai das Ziel als Zweiter.

Favoritensieg

Weit weniger spannend gestaltete sich das Rennen bei den Damen, wo die Äthiopierin Konjit Tilahun ihrer Favoritenrolle gerecht werden konnte. Ihr Alleingang zu einer Zeit von 2:37:55 Stunden bedeutete ihren ersten Marathon-Sieg, allerdings blieb sie fast zehn Minuten über ihrer eigenen Bestleistung. Dennoch gewann sie das Rennen mit deutlichem Vorsprung auf ihre Landsfrau Kedir Zahara und Lucy Murigi aus Kenia.

Streckenänderung

Fast auf den Tag genau vier Monate nach dem verheerenden Terroranschlag auf die Feierlichkeiten des französischen Nationalfeiertags auf der weltberühmten Promenade des Anglais entschied sich der Veranstalter zwar, das Rennen durchzuführen, veränderte aber kurzerhand die Streckenführung. Anstatt des traditionellen Starts auf der Promenade des Anglais direkt an der Küste, fiel der Startschuss direkt vor dem Fußballstadion, welches auch Austragungsort der Fußball-Europameisterschaft 2016 war. Dadurch gestaltete sich die erste Streckenpassage deutlich hügeliger.
 

Ergebnisse French Riviera Marathon

Herren
1. Elisha Kipchirchir (KEN) 2:10:44 Stunden
2. Felix Kimutai (KEN) 2:11:14 Stunden
3. Azmeraw Mengistu (ETH) 2:12:26 Stunden
4. Henry Sugut (KEN) 2:12:39 Stunden
5. Nixon Machichim (KEN) 2:13:14 Stunden
6. Stephen Kiplagat (KEN) 2:17:15 Stunden
7. Eliud Kiplagat (KEN) 2:18:57 Stunden
8. Sylvain Rota (FRA) 2:34:15 Stunden
9. Jeremy Deloge (FRA) 2:35:09 Stunden
10. David de la Fenestre (FRA) 2:37:35 Stunden
Damen
1. Konjit Tilahun (ETH) 2:37:55 Stunden
2. Kedir Zahara (ETH) 2:41:29 Stunden
3. Lucy Murigi (KEN) 2:42:38 Stunden
4. Lone Balling (DEN) 2:50:29 Stunden
5. Isabelle Gillodts (FRA) 2:54:06 Stunden
6. Fatima Korichi (FRA) 2:56:06 Stunden
7. Tenlas Oller Nuria (SUI) 2:59:04 Stunden
8. Marie Grönnegaard (FRA) 3:00:02 Stunden
9. Morgane Zawierta (FRA) 3:03:19 Stunden
10. Elise Hay Opsahl (FRA) 3:04:02 Stunden
French Riviera Marathon