Abeba Aregawis Suspendierung aufgehoben

Abeba Aregawi feierte bei den Europameisterschaften in Zürich die Silbermedaille im 1.500m-Lauf. © Getty Images

Abeba Aregawi feierte bei den Europameisterschaften in Zürich die Silbermedaille im 1.500m-Lauf. © Getty Images
Abeba Aregawi feierte bei den Europameisterschaften in Zürich die Silbermedaille im 1.500m-Lauf. © Getty Images
Als Konsequenz der von der Welt Anti Doping Agentur beschlossenen Verlängerung der Amnesie für Dopingfälle, die auf die in einem lettischen Medikament enthaltene Substanz Meldonium zurückgehen, hat die Schwedische Doping Komission (SDC) die Suspendierung seiner Starläuferin Abeba Aregawi aufgehoben. Die Weltmeisterin von 2013, die seit Anfang desselben Jahres für Schweden an den Start geht, aktuell aber wieder in Äthiopien lebt, wurde zu Jahresbeginn bei einem Trainingslager in ihrer Heimat erwischt. Seither ist sie suspendiert, eine endgültige Entscheidung ließ bis dato auf sich warten, ehe nun diese Kehrtwende kam. Damit ist es sogar möglich, dass die Olympia-Fünfte von London – damals noch unter äthiopischer Flagge – an den kommenden Spielen in Rio teilnimmt.
„Endlich ist im Fall Abeba Aregawi eine Entscheidung gefallen, auch wenn sie uns jetzt überrascht. Aber wir respektieren, dass das ein komplizierter Fall war“, äußerte sich Stefan Olsson, Generalsekretär des Schwedischen Leichtathletik-Verbandes diplomatisch. Nationaltrainerin Karin Torneklint hat bereits Gespräche mit dem Verband aufgenommen, ob Aregawi ins schwedische Olympiateam aufgenommen wird oder nicht.
Die von der WADA beschlossene Amnesie für Meldonium-Fälle trifft auf harsche Kritik von Doping-Bekämpfern. Offensichtlich konnte die WADA dem internationaen Druck nicht standhalten. Die Substanz Meldonium steht seit 1. Jänner 2016 auf der Anti-Doping-Liste der WADA, nun gilt der „Überbrückungszeitraum“ bis 30. September, innerhalb dem betroffene Sportler sogar straffrei davonkommen können.