Titelverteidiger erreichen souverän das Finale

© Veranstalter Europameisterschaften 2016

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800m-Europameister Adam Kszczot hat das möglicherweise bereits richtungsweisende, erste Duell mit seinem Rivalen Pierre Ambroise Bosse im ersten Halbfinallauf über 800m für sich entschieden. Der Pole gewann den ersten Schlagabtausch der beiden Favoriten im ersten von zwei Halbfinalläufen in einer Zeit von 1:46,32 Minuten und verwies Bosse und Lokalmatador Thijmen Kupers, der erneut vom Start weg Vollgas gab, auf die folgenden Plätze. Auch im zweiten Halbfinale gab es einen polnischen Sieg mit Marcin Lewandowski, der im Fotofinish hauchdünn vor Amel Tuka lag. Als Dritter sicherte sich überraschend der Brite Elliot Giles ein Finalticket. Über die Zeitregel rutschten auch der Italiener Giordano Benedetti und der Spanier Alvaro de Arriba in den Finallauf, der am Sonntagabend auf dem Programm steht. Alle heißen Medaillenkandidaten sind noch im Rennen, während für die beiden Deutschen Benedikt Huber, der es im zweiten Lauf von vorne probierte und 600 Meter lang führte, und Sören Ludoplh im Halbfinale Endstation war. Sie verpassten beide die Qualifikation für das achtköpfige Finalfeld auf den Rängen zehn und 15 deutlich.

Hassan und Terzic gewinnen Vorläufe

In den Vorläufen über 1.500m der Damen hat Hollands Goldhoffnung Sifan Hassan das Finale sicher erreicht. Die 23-Jährige lief zwar insgesamt nur die zehntschnellste Zeit, gewann aber den ersten Lauf, der mit Bummeltempo begann, souverän in einer Zeit von 4:13,45 Minuten. Ihr folgte die Polin Angelika Cichocka, wahrscheinlich die größte Herausforderin der Titelverteidigerin, mit einem minimalen Rückstand von 0,02 Sekunden über die Ziellinie. Ebenfalls schafften die Irin Ciara Mageean und die Portugiesin Marta Pen über den ersten Vorlauf den Sprung ins Finale, während die Polin Danuta Urbanik bereits ausschied. Ebenfalls nicht mehr dabei ist Nataliya Pryshchepa, die frühzeitig ausstieg und wohl auch Kräfte für das Finale über 800 Meter sparte.
Im schnelleren zweiten Vorlauf zeigte die Serbin Amela Terzic im Finale ihre Muskeln und gewann in einer Zeit von 4:09,71 Minuten deutlich vor der Slowakin Lucia Hrivnak-Klocova, die bereits zweimal in EM-Finals stand, der Polin Sofia Ennaoui und der Britin Sarah McDonald. Vor allen Dingen die Italienerin Margherita Magnani und die Norwegerin Ingvill Makestad-Bovim belohnten sich für ihre Initiative und schafften gemeinsam mit der Spanierin Solange Andreia Pereira und der Deutschen Maren Kock den Sprung ins Finale über die Zeitregel.
Europameisterschaften 2016 in Amsterdam