Überlegene Siege durch die Stars des Hitzerennens in Olmütz

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„Die Strecke war super, das Problem war die Hitze“, keuchte Stanley Biwott nach dem Halbmarathon in Olmütz, der am Samstagabend unter dem Eindruck eines heißen Sommertages stand. 32°C zeigte das Thermometer noch an, als das Teilnehmerfeld auf die 21,0975 Kilometer lange Reise geschickt wurde. Bereits nach fünf Kilometer hatte sich mit Stanley Biwott und Richard Mengich ein Duo abgesetzt. In der folgenden Phase eröffnete sich ein Klassenunterschied zwischen dem Sieger des New York City Marathon sowie dem Zweitplatzierten des London Marathon und dem Rest des Feldes. Viereinhalb Minuten legte Biwott noch zwischen sich und Mengich und überquerte angesichts der Bedingungen in einer erstaunlichen Zeit von 1:00:46 Stunden die Ziellinie. „Ich bin auf einem guten Weg Richtung Rio. Ich habe großes Vertrauen in mein Training“, sagte der 30-Jährige nach dem Rennen.
Hinter Richard Mengich belegte Geoffrey Kipyego den dritten Platz. Eine starke Leistung lieferte der ukrainische Routinier Vitaly Shafar ab, der als Vierter ins Ziel kam. Dagegen übernahm sich Geoffrey Ronoh, Sieger von 2014, in der Anfangsphase und musste sich am Ende mit Rang sechs zufrieden geben.

Erfolgreiche Titelverteidigung
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„Ich bin sehr aufgeregt, dass ich die Chance hatte, hier zum zweiten Mal zu gewinnen. Es war ein sehr schwieriges Rennen, weil es hart war, die Pace unter diesen Bedingungen zu halten, besonders als ich auf mich alleine gestellt war“, analysierte Mary Keitany ihren Auftritt in der osttschechischen Stadt. Früh machte sie klar, dass sie ihrer Favoritenrolle gerecht werden konnte und feierte in einer Zeit von 1:08:52 Stunden einen überlegenen Sieg. Damit reagierte die 34-Jährige mit einer starken sportlichen Leistung auf den mentalen Rückschlag ihrer Nicht-Berücksichtigung für den Olympischen Marathon in Rio de Janeiro. „Ich sitze auf der Reservebank, hätte aber große Lust, nach Rio zu fahren“, äußerte ihren Wunsch erneut.
Auch die restlichen Podestplätze in Olmütz gingen an die Kenianerinnen. Edith Chelimo sicherte sich Rang zwei, im Kampf um den dritten Platz setzte sich Joyce Chepkirui gegen die Japanerin Risa Takenaka durch. Die hoch talentierte Violah Jepchumba, Siegerin des Prag Halbmarathon, erreichte die Ziellinie nicht.

Ergebnisse Halbmarathon Olmütz

Herren
1. Stanley Biwott (KEN) 1:00:46 Stunden
2. Richard Mengich (KEN) 1:05:17 Stunden
3. Geoffrey Kipyego (KEN) 1:06:04 Stunden
4. Vitaly Shafar (UKR) 1:06:14 Stunden
5. Solomon Mutai (UGA) 1:06:28 Stunden
6. Geoffrey Ronoh (KEN) 1:07:34 Stunden
7. David Kipketer (KEN) 1:08:10 Stunden
8. Merhawi Kesete (ERI) 1:09:01 Stunden
9. Pavel Dymak (CZE) 1:12:10 Stunden
10. Martin Kucera (CZE) 1:12:37 Stunden
Damen
1. Mary Keitany (KEN) 1:08:53 Stunden
2. Edith Chelimo (KEN) 1:12:15 Stunden
3. Joyce Chepkirui (KEN) 1:12:40 Stunden
4. Risa Takenaka (JN) 1:12:53 Stunden
5. Bekelech Daba (ETH) 1:13:42 Stunden
6. Eva Vrabcova (CZE) 1:15:16 Stunden
7. Monika Preibischova (CZE) 1:17:47 Stunden
8. Valerie Soukupova (CZE) 1:20:42 Stunden
9. Agnieszka Gortel-Maciuk (POL) 1:21:15 Stunden
10. Petra Kaminkova (CZE) 1:23:05 Stunden
Halbmarathon in Olmütz