Optimale Schrittfrequenz

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180 – das ist die Zahl, die bisher als Maß aller Dinge bei der Schrittfrequenz eines Läufers galt. Denn so häufig berühren Spitzenläufer im Durchschnitt den Boden pro Minute. Finnische Wissenschaftler haben nun allerdings herausgefunden, dass es in der Weltklasse des Langstreckenlaufs größere Unterschiede gibt als angenommen. So reichte die Spannweite in der Marathon-Weltklasse der Herren (Bestzeiten von unter 2:08 Stunden) von 156 bis 187 Schritte pro Minute.
Die skandinavischen Wissenschaftler klassifizierten die empfehlenswerte Schrittfrequenz für Freizeitläufer auf 160 bis 170 Schritten pro Minuten. „Natürlich ist die ideale Schrittfrequenz auch abhängig von der Körpergröße und interessanterweise auch vom Alter“, wird Eedi Paunonen, Leiterin der während eines Untersuchungszeitraums von zwei Jahren erhobenen Studie auf der Website von Runnersworld Deutschland zitiert. „Die Läufer, die eine extrem niedrige Frequenz hatten, waren zwar im Schnitt auch leistungsschwächer, aber das betraf nur rund 10% der untersuchten Läufer“, fügte die Wissenschaftler hinzu.
Die optimale Schrittfrequenz für sich zu finden, ist durchaus wichtig für einen Läufer. Denn damit wird nicht nur die Leistungsstärke optimiert, sondern man läuft auch gesünder und schonender. Denn wer zum Beispiel zu große Schritte macht – was meistens einhergeht mit einer zu niedrigen Frequenz – läuft unökonomisch und ist deutlich verletzungs- und überlastungsanfälliger. Wer seine Schrittfrequenz anpassen möchte, sollte dies allerdings in einem langsamen Prozess tun, um den Körper sorgfältig an die neue Belastungsform zu gewöhnen.