Budgetkürzung bei Australiens Anti Doping Agentur

Das Budget für die Australische Anti Doping Agentur ASADA ist um rund 20% gekürzt worden. Bis 2017 sieht sich die Agentur laut eigenen Angaben gezwungen, den Mitarbeiterstab von 78 auf 50 Personen zu reduzieren. „Das wird Einfluss haben auf alle Funktionen der ASADA inklusive der Tests, der Ermittlungen, pädagogische Programme und administrative Pflichten“, heißt es in einem Statement. In den letzten Jahren verfolgte die ASADA das „rigoroseste“ Vorgehen gegen Doping in der australischen Sportgeschichte.
Diese Entscheidung kommt aus mehreren Gründen überraschend. Erstens ist mit Russlands Leichtathletik aktuell wegen systematischen Dopings suspendiert, weitere Nationen werden unter generellen Dopingverdacht gestellt. Zweitens sind erst in den letzten Wochen zahlreiche positive Dopingtests bei Nachforschungen der Problen der letzten beiden Olympischen Spiele enttarnt worden. Drittens hat Australien in den letzten Jahren ein Dopingproblem vor allem bei den am fünften Kontinenten beliebten Sportarten. Und viertens ist Australien mit Gold Coast Ausrichter der Commonwealth Games 2018.