Ezekiel Kemboi meldet sich zurück

Neun Monate nach dem Gewinn des WM-Titels kehrte Ezekiel Kemboi mit besten Erinnerungen ins Olympiastadion von Peking zurück. © Getty Images for IAAF / Lintao Zhang

Neun Monate nach dem Gewinn des WM-Titels kehrte Ezekiel Kemboi mit besten Erinnerungen ins Olympiastadion von Peking zurück. © Getty Images for IAAF / Lintao Zhang
Neun Monate nach dem Gewinn des WM-Titels kehrte Ezekiel Kemboi mit besten Erinnerungen ins Olympiastadion von Peking zurück. © Getty Images for IAAF / Lintao Zhang
Eineinhalb Wochen nach seinem enttäuschenden Saisoneinstieg hat sich der zweifache Olympiasieger und vierfache Weltmeister Ezekiel Kemboi beim IAAF World Challenge Meeting im WM-Austragungsort von 2015 mit einem Erfolg zurückgemeldet. Damit schrieb der 33-Jährige neun Monate nach seinem letzten großen Erfolg auf der Bahn im „Vogelnest“ von Peking nach langer Zeit wieder sportliche Schlagzeilen. Zuletzt war Kemboi mehrfach als Chefkritiker der lähmenden Reformen im Anti-Doping-Kampf in seiner Heimat aufgefallen, anscheinend fürchtet er um seine vierte Olympia-Teilnahme.
Beim Rennen in Peking, in dem die Hauptkonkurrenten in der Weltklasse geschlossen fehlten, begnügte sich Kemboi mit einer Siegerzeit von 8:14,19 Minuten. Hinter ihm kamen sein Landsmann Abraham Kibiwott und der für Bahrain startende John Koch ins Ziel.

Fotofinish im 800m-Lauf

Deutlich enger ging es über die zweifache Stadionrunde zu, wo erst nach der Auswertung des Fotofinishs jegliche Zweifel über den Sieger beseitigt waren. Der Kenianer Kipyegon Bett lag hauchdünn vor dem US-amerikanischen Bronzemedaillengewinner der Hallen-WM, Erik Sowinski. Beide Athleten wurden mit derselben Zeit von 1:45,80 Minuten gemessen, als Dritter folgte mit Respektabstand Michael Rimmer aus Großbritannien. Hervorhebenswert ist auch der vierte Platz des hoch talentierten, 17-jährigen Kenianers Willy Tarbei und der siebte Platz von Nick Symmonds, der bereits in Shanghai untermalte, meilenweit von seiner Topform entfernt zu sein, mit der er immerhin bereits einmal auf ein WM-Podest gelaufen ist.

Erster Sieg nach Comeback

Im 1.500m-Lauf, der einzigen Laufentscheidung bei den Damen, gelang der Kenianerin Hellen Obiri der erste Sieg nach ihrer einjährigen Babypause. Nachdem sie bereits beim Diamond League Meeting in Shanghai als Zweitplatzierte hinter ihrer Landsfrau Faith Kipyegon überzeugen konnte, siegte sie in einer Zeit von 4:02,11 Minuten klar vor Betlhem Desalegn, eine Äthiopierin, die für die Vereinigte Arabische Emirate an den Start geht, und Nelly Jepkosgei aus Kenia. Die 24-jährige Desalegn markierte in einer Zeit von 4:03,70 Minuten einen neuen Landesrekord für ihre Wahlheimat.