Kenianer Loyanae nicht für Südkorea in Rio

Das südkoreanische Olympische Komitee hat entschieden: Der Kenianer Wilson Loyanae, der seit Jahren in Südkorea lebt, wird nicht für die südkoreanische Nationalmannschaft bei den Olympischen Spielen 2016 an den Start gehen. Der 27-Jährige dreifache Sieger des Seoul Marathon wurde 2012 positiv auf EPO getestet und Anfang 2013 folgerichtig für zwei Jahre gesperrt. Seine eigenwillige Erklärung: „Athletics Kenya hat nicht akzeptiert, dass ich Medikamente gegen Malaria genommen habe.“
Wenige Tage nach Ablauf der Sperre gewann er den Seoul Marathon und unmittelbar darauf wurde der beidseitige Wunsch einer Einbürgerung Lyonaes öffentlich geäußert – Athlet und Verband. Aufgrund der Dopingsperre hatte das südkoreanische Olympische Komitee stets Bedenken, die nun für diese Entscheidung ausschlaggebend waren. Mit seinem Sieg beim heurigen Seoul Marathon liegt Lyonae an Rang vier der aktuellen Weltjahresbestenliste.