Kenianer führen das VCM-Elitefeld der Herren an

David Kogei macht beim Vienna City Marathon das Tempo für die Spitzengruppe um den späteren Sieger Sisay Lemma. © VCM / Leo Hagen

„Ich erwarte ein spannendes Rennen. Mehrere Läufer kommen für den Sieg und eine Zeit um 2:06 Stunden in Frage“, verspricht Athletenkoordinator Mark Milde, der das Elitefeld der Herren für den Vienna City Marathon mit einem Mix aus erfahrenen Läufern und Newcomer garniert hat.

Omari will zurück zu alter Leistungsstärke

Angeführt wird die Meldeliste vom Kenianer Levy Omari. Der 26-Jährige hält bei einer Bestzeit von 2:05:16 Stunden, die er als Zweiter hinter Wilson Kipsang beim Frankfurt Marathon 2011 aufgestellt hat. Überhaupt kann der Kenianer auf einen sehr erfolgreichen Einstand ins Marathon-Geschäft als junger Athlet zurückblicken. Beim Boston Marathon 2012 führte er bis wenige Meter, ehe sein Landsmann Wesley Korir den Sieg beim Klassiker an der US-Ostküste im Schlusssprint noch verhinderte. Außerdem gewann er im Jahr davor den Barcelona Marathon. In den Folgejahren verschwand er allerdings etwas von der Bildfläche, ein zweiter Platz in Warschau und ein siebter in Berlin 2014 waren seine besten Resultate. Nach einer Verletzungspause Anfang des letzten Jahres meldete er sich im Herbst mit einem Sieg beim Ljubliana Marathon zurück. Ob er beim Vienna City Marathon 2016 erneut in die Regionen seines Leistungshochs laufen kann, bleibt abzuwarten.

David Kogei macht beim Vienna City Marathon das Tempo für die Spitzengruppe um den späteren Sieger Sisay Lemma. © VCM / Leo Hagen
David Kogei macht beim Vienna City Marathon das Tempo für die Spitzengruppe um den späteren Sieger Sisay Lemma. © VCM / Leo Hagen
Weltklasse im Halbmarathon

Einer der größten Herausforderer Omaris ist sein Landsmann Robert Chemosin, der vor einem Jahr in Warschau sein Marathon-Debüt gab und hinter dem talentierten Äthiopier Lemi Berhanu in einer Zeit von 2:08:05 Stunden den zweiten Platz belegte. Nach einem weiteren Auftritt in Toronto mit einem beachtlichen vierten Platz stellt der Wien Marathon das dritte Rennen über die Traditionsdistanz für den 27-Jährigen dar. Über die halbe Distanz kann der Sieger des traditionsreichen Halbmarathons zwischen Rom und Ostia 2015 auf beachtliche Vorleistungen mit einer Bestzeit von 59:19 Minuten zurückblicken, was ein großes Potenzial für den Marathon andeutet.

Zwei Kenianer mit Wien-Erfahrung

Ebenfalls vielversprechend sind die Vorleistungen von David Kogei, der beim Vienna City Marathon sein Debüt geben wird. Im Vorjahr glänzte er als Pacemaker für Sisay Lemma, ein halbes Jahr später als Tempomacher für Eliud Kipchoge in Berlin. Nun möchte der 31-Jährige erstmals einen Marathon durchlaufen. Im vergangenen Jahr empfahl er sich beim Halbmarathon in Berlin mit einer Zeit von 59:46 Minuten. Viel Erfahrung im Laufsport hat auch Suleiman Simotwo, der 2008 bei den Hallen-Weltmeisterschaften im Finallauf über 1.500m stand. Im Marathon feierte er im vergangenen Jahr in Wien sein Debüt und kam als Fünfter ins Ziel.
Welche der besten österreichischen Marathonläufer am 10. April gemeinsam mit über 42.000 Läuferinnen und Läufern aus der ganzen Welt an der Startlinie des Vienna City Marathon stehen werden, darüber wurde noch nichts bekannt gegeben.
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