WADA stärkt Sebastian Coe den Rücken

Laut einer Aussendung der Welt Anti Doping Agentur WADA seien die in deutschen und britischen Medien vergangenen Sommer veröffentlichten Blutdaten, welche auf Doping bei nicht namentlich genannten WM- und Olympia-Medaillengewinnern in der Leichtathletik in den 2000er Jahren hinwiesen, fehlinterpretiert worden. Diese Liste enthielt Daten aus 12.359 Dopingtests von über 5.000 Athleten. Einen Zusammenhang mit Doping sieht die WADA nicht, da die vorliegenden Daten unvollständig seien und es sich bei ihnen nicht – wie in den Medienberichten behauptet – um die IAAF-Datenbank handle, sondern um einzelne Testergebnisse als Basis, um zielgerichtete Dopingkontrollen zu veranlassen. Damit stärkt die WADA indirekt auch IAAF-Präsident Sebastian Coe den Rücken, der die Veröffentlichung damals öffentlich als „Kriegserklärung“ an seinen Sport scharf kritisiert hat.