Ehemaliger DLV-Präsident glaubt Coe

Der ehemalige Präsident des deutschen Leichtathletikverbandes Prof. Helmut Digel, der 20 Jahre lang auch im IAAF-Council saß, glaubt Sebastian Coe, dass dieser trotz seiner Stellung als IAAF-Vizepräsident nichts von den dunklen Machenschaften zwischen dem Leichtathletik-Weltverband und dem russischen Leichtathletikverband ARAF gewusst habe: „Ich würde ihm nicht unterstellen, dass er in seiner Position als Vize-Präsident über die Korruptionsfälle informiert wurde und dass er Wissen davon hatte. Das hat sich wirklich in einer geheimen Szene ereignet, in einem engen Zirkel um Lamine Diack.“
Überhaupt seien das IAAF-Council und enge IAAF-Mitarbeiter über Jahre generell nur sehr wenig informiert worden. Dennoch gibt Digel allen Mitgliedern des IAAF-Council eine Mitverantwortung, da die Wiederwahl Lamine Diacks nicht verhindert wurde – weitgehend ohne oppositionelles Vorgehen. „Ich hoffe, dass Sebastian Coe die richtigen Lehren zieht. Denn er ist im Moment auch in der Gefahr, in gleicher Weise eine Machtposition zu erlangen, wie sie Diack besessen hat. Genau das muss er verhindern“, warnt Digel den neuen IAAF-Präsident.