Pause bei Problemen mit der Oberschenkel-Muskulatur

© SIP

© SIP
© SIP
Probleme mit der hinteren Oberschenkel-Muskulatur sind weit verbreitete Beschwerden unter Läufern. Der Grund für die Verletzungsanfälligkeit dieser Muskelpartien liegt in der Tatsache, dass die hintere Oberschenkel-Muskulatur in der biologischen Entwicklung des Menschen so konstruiert wurde, dass sie für die Ausübung von Sport nicht optimal ist. Sowohl der proximale Oberschenkelmuskel an der Hüfte als auch der distale Oberschenkelmuskel am Knie leiden im Gegensatz zum Mittelteil unter einer schlechten Blutversorgung. Dies ist auch der Grund, warum Heilungsphasen bei Verletzungen in der Oberschenkel-Muskulatur unterschiedlich lange andauern (zwischen zwei und acht Wochen), denn bessere Blutversorgung bedeutet schnellere Heilung.
Ausgerechnet diese Muskeln übernehmen aber bei sportlicher Bewegung eine sehr wichtige Aufgabe. Drei wichtige Muskeln verbinden den Sitzbeinhöcker am unteren Teil des Beckens an der Rückseite des Beines mit dem Knie. Da die Muskelgruppe sowohl die Hüften als auch die Knien umfasst, können die Kräfte in beide Richtungen wirken – die Kniebeuge und der Hüftstrecker stellen die beiden Polare dar.

Ruhe und Kühlung

Der wichtigste Ratschlag an von muskulären Problemen im hinteren Oberschenkel betroffenen Läufern ist jener, bei Beschwerden sofort mit der Aktivität aufzuhören. Denn ein stures Weitermachen trotz Beschwerden macht die Verletzung nur schlimmer und die folgende Heilung langwieriger. Man muss diesem Körperteil im Training eine Ruhepause geben und ihn in Ruhephasen hochlegen, Übungen die den Oberschenkel schonen, aber andere Körperpartien trainieren, sind eine gute Alternative, um das Fitness-Level zu halten. Experten raten nach Abklingen der Verletzung die betroffene Muskulatur mit Eis zu therapieren und nach wenigen Tagen mit leichten Dehnübungen zu beginnen, um die regenerierten Muskeln wieder langsam an die Belastungen zu gewöhnen. Wenn der Schmerz zurückgeht bis er ausbleibt, steht der problemlos Wiedereinstieg in die vollen Trainingsbelastungen bevor. Sollte dies nicht der Fall sein, ist ein Besuch beim Arzt unumgänglich.