Anti Doping Schweiz setzt Kontakt mit IAAF aus

Aufgrund der aktuellen Entwicklungen in der internationalen Leichtathletik hat die Schweizer Anti Doping Agentur Antidoping Schweiz ab sofort den Kontakt und die Zusammenarbeit mit dem Leichtathletik-Weltverband IAAF ausgesetzt. Als Gründe nannten die Schweizer diverse Berichte über die Handhabung der Doping-Bekämpfung der IAAF in den letzten Jahren unter Präsident Lamine Diack, die in den vergangenen Wochen für negative Schlagzeilen gesorgt haben. Damit ist unter anderem der Datenaustausch der biologischen Pässe von Athleten zwischen Anti Doping Schweiz und der IAAF gestoppt. Mit dieser „Vorsichtsmaßnahme“, wie es in einem offiziellen Statement heißt, ist Antidoping Schweiz die erste nationale Agentur, die ein tatkräftiges Zeichen gegen die IAAF setzt.
Die Schweizer Anti Doping Agentur will laufend überprüfen, ob der Leichtathletik-Weltverband als vertrauenswürdiger Partner in der Bekämpfung von Doping eingestuft werden kann und in diesem Fall den Kontakt mit der IAAF wieder aufnehmen. Die Zusammenarbeit zwischen Antidoping Schweiz und dem Schweizer Leichtathletikverband Swiss Athletics ist von dieser Maßnahme nicht betroffen und wird auf bewährter Basis fortgesetzt.