EA-Präsident glaubt an Olympia ohne Russland

Der Präsident des europäischen Leichtathletikverbandes European Athletics (EA), Svein Arne Hansen, glaubt nicht daran, dass der russische Leichtathletikverband ARAF die geforderten Reformen rechtzeitig für eine Wiederaufnahme in die Leichtathletik-Familie vor den Olympischen Spielen 2016 in Rio de Janeiro umsetzen kann. „Ich sehe sie in Rio nicht aktiv dabei“, erklärte der Norweger in einem Interview mit „Athletics Weekly“. „Die Leichtathletik-Welt erwartet von den Russen, dass sie einige Kriterien erfüllen und da gibt es einiges zu tun. Russland muss einen kompletten kulturellen Neuanfang erzielen und alle Protagonisten aus der Vergangenheit los werden.“
In knapp zwei Wochen reißt die Taskforce des Leichtathletik-Weltverbandes IAAF erstmals nach Russland, um die ersten Fortschritte in der Umstrukturierung der russischen Leichtathletik zu überprüfen. Hansen sprach dem russischen Verband grundsätzlich sein Vertrauen aus: „Ich bin mir sicher, dass die Russen sehr hart daran arbeiten, die geforderten Verbesserungen zu erzielen und die richtigen Leute für einen Neuanfang auszuwählen. Diese Umstrukturierung braucht aber ihre Zeit.“