Vierjährige Sperre für Tetyana Shmyrko

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Erneut ist eine osteuropäische Langstreckenläuferin über massive Unregelmäßigkeiten in ihrem biologischen Pass gestolpert. Tetyana Shmyrko war in den vergangenen Jahren eine der erfolgreichsten Marathonläuferinnen Europas, nun ist alles Schall und Rauch. Wegen massiver Unregelmäßigkeiten in ihrem biologischen Pass sprach der ukrainische Leichtathletikverband UAF gegen dei 32-Jährige eine vierjährige Wettkampfsperre aus, welche am 29. September 2019 ablaufen wird. Außerdem ordnete der ukrainische Leichtathletikverband UAF auch die Streichung sämtlicher Resultate seit August 2011 an. Der gefallen ukrainische Marathon-Star führt damit eine bemerkenswerte Serie von Dopingsperren der letzten Wochen und Monate im osteuropäischen Raum vor, welche nicht ausschließlich die enttarnte Doping-Nation Russland betraf.
Große Erfolge annulliert
Im skizzierten Zeitraum feierte die Ukrainerin beträchtliche Erfolge: Dem 15. Platz bei den Weltmeisterschaften 2011 in Daegu folgte ein überraschender fünfter Platz bei den Olympischen Spielen von London. In den vergangenen drei Jahren triumphierte Shmyrko jeweils beim Osaka Marathon, wo sie heuer in einer Zeit von 2:22:09 Stunden einen neuen ukrainischen Landesrekord markierte. Mit dieser Marke rangiert Shmyrko an der Spitze der europäischen Rangliste – knapp gefolgt übrigens von der ebenfalls vor kurzen des Dopings überführten Russin Mariya Konovalova – und auf Rang neun der Weltjahresbestenliste.
Nach den neuen Erkenntnissen wird die erfahrene Lettin Jelena Prokopcuka als Siegerin des Osaka Marathon 2015 ausgerufen werden, die Siege in den Jahren davor werden die Japanerinnen Yukiko Akaba und Kayoko Fukushi erben.