AIMS-Award für Kipchoge und Dibaba

© SIP / Johannes Langer

Der Kenianer Eliud Kipchoge und die Äthiopierin Mare Dibaba sind im Rahmen der alljährlichen AIMS-Gala in Athen mit dem AIMS-Award für den besten Marathonläufer und für die beste Marathonläuferin des Jahres ausgezeichnet worden. Damit brachte die Wahl, an der knapp 400 Veranstalter von Laufveranstaltungen in 108 Ländern jeweils eine Stimme abgeben konnten, keine Überraschungen.
Der Saison-Dominator
Eliud Kipchoge konnte sich im Jahr 2015 zweimal besonders auszeichnen. Beim London Marathon setzte er sich im „Clash of Champions“ in beeindruckender Manier gegen den aktuellen Weltrekordhalter Dennis Kimetto und dessen Vorgänger Wilson Kipsang durch. Beim Berlin Marathon Ende September gewann er überlegen in Weltjahresbestleistung von 2:04:00 Stunden, obwohl sich die Zwischensohlen seiner Schuhe gleich nach dem Start lösten und die gesamte Dauer des Rennens aus dem Schuhen ragten. Bei der Verleihung im Rahmen der AIMS-Gala in Athen hielt der 31-Jährige eine inspirierende Rede und sprach den Journalisten nachher ins Mikrophon: „Es ist ein besonderer Moment in meinem Leben, diesen Award gewonnen zu haben. Ich bin sehr stolz auf das, was ich in diesem Jahr erreicht habe und der Award spiegelt diese großartigen Leistungen wider.“
Damit hat der ehemalige Weltklasseläufer über 5.000m bei den sechs Marathons seiner Karriere fünf große Siege feiern können. Der einzige Gegenkandidat des Kenianers war Weltmeister Ghirmay Ghebrslassie, der sich im Alter von nur 19 Jahren zum jüngsten Champion aller Zeiten kürte. Dem Eritreer wurde aber kaum Chancen eingeräumt, sich gegen Kipchoge im Kampf um den AIMS-Award für den besten Marathonläufer des Jahres durchsetzen zu können.
Weltmeisterin im Rampenlicht

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Etwas spannender gestaltete sich die Wahl bei den Damen, wo sich die Jury für Weltmeisterin Mare Dibaba entschied. Die 26-jährige Äthiopierin hatte in Peking das wohl spannendste Marathonrennen der WM-Geschichte erst auf der Zielgerade für sich entschieden und damit ihren größten Triumph gefeiert. Davor brillierte sie bereits bei ihrem Sieg beim Xiamen Marathon in persönlicher Bestleistung von 2:19:52 Stunden, beim Boston Marathon im April musste sie einzig Überraschungssiegerin Caroline Rotich den Vortritt lassen. Bei der AIMS-Gala hörte sie kaum auf, sich für die Verleihung des Awards zu bedanken: „Das ist unglaublich. Das ist ein so prestigeträchtiger Award. Ein ganz spezielles Erlebnis, vielen Dank!“
Auch bei den Damen hatte die AIMS (Association of International Marathons and Distance Races) vorselektiert und zwei Läuferinnen nominiert. Die Kenianerin Gladys Cherono, die sich bei ihrem Debüt in Dubai in einer Weltklassezeit von 2:20:03 Stunden noch der Äthiopierin Aselefech Mergia geschlagen geben musste, in Berlin aber mit Weltjahresbestleistung von 2:19:25 Stunden ihren ersten Marathon-Sieg feierte, musste sich bei der AIMS-Gala hinter der kleinen Äthiopierin anstellen.
Lifetime Award für Frank Shorter
Im Rahmen der AIMS-Gala, die wie in den letzten Jahren zwei Tage vor dem Athen Marathon angesetzt wurde, vergab die größte Vereinigung von Marathons und Straßenläufen der Welt noch weitere Awards. Der Houston Marathon erhielt den AIMS Green Award, der Marathon im mexikanischen Lala bekam den AIMS Social Award und der US-amerikanische Marathonlegende Frank Shorter, Olympiasieger von 1972, wurde der AIMS Lifetime Achievement Award für seine signifikante Rolle in der Entwicklung des Marathons vor allen Dingen in den USA ausgezeichnet.
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